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So tickt Bayers neuer Trainer Carles Martínez

Von ihm schwärmt ein Welttrainer

Carles Martínez Novell ist der neue Trainer von Bayer Leverkusen. Zwei Weggefährten packen über den neuen Trainer der Werkself aus.
Bayer 04 Leverkusen hat seinen neuen Cheftrainer offiziell vorgestellt. Carles Martínez Novell kommt vom FC Toulouse und soll an die erfolgreiche Zeit unter dem letzten spanischen Trainer Xabi Alonso anknüpfen.
Carles Martínez Novell ist der neue Trainer von Bayer Leverkusen. Zwei Weggefährten packen über den neuen Trainer der Werkself aus.

Carles Martínez Novell soll Bayer Leverkusen wieder zu Erfolgen führen: Der neue Trainer wechselt vom FC Toulouse zur Werkself und kommt mit einigen Vorschusslorbeeren im Gepäck.

Bei seiner Vorstellung am vergangenen Donnerstag sagte Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes: „Carles Martínez hat in Toulouse zahlreiche junge Spieler erfolgreich weiterentwickelt und eine international geprägte Mannschaft zu einer starken Einheit geformt.“

„Carles hat echte Loyalität bewiesen“

Im Dezember 2022 kam der Spanier nach Toulouse und war zunächst ein halbes Jahr Co-Trainer. Im Juli 2023 übernahm er dann offiziell das Zepter und hat nach drei Jahren bei den Franzosen eine positive Bilanz vorzuweisen.

Beim FCT wird man keinen Spieler oder Verantwortlichen finden, der Martínez auch nur leise kritisiert. Er legt großen Wert auf die mentale Stärke und Belastbarkeit seiner Mannschaften, wodurch diese auch noch aussichtslose Situationen wenden können. „Carles hat bei seinen Aufgaben stets großes Engagement und echte Loyalität bewiesen“, erklärte Toulouse-Präsident Olivier Cloarec im Gespräch mit SPORT1.

Carles Martínez: Fachlich und menschlich top

Er führte weiter aus: „Man konnte sich jederzeit mit ihm vertrauensvoll und stets respektvoll austauschen. Er hat eine klare Handschrift und hat unseren Verein toll repräsentiert. Als waschechter Vertreter des katalanischen Fußballs und als ausgezeichneter Trainer beherrscht er die Prinzipien des Positionsspiels perfekt, sodass sich unsere Elf stetig weiter entwickeln konnte. Er hat sich mit seiner Aufgabe voll identifiziert.“

Zwei Jahre lang war Damien Comolli (heute Vorsitzender bei Juventus Turin) der Boss von Martínez. Auch er blickte mit voller Zufriedenheit auf die Kompetenzen und Charakterzüge des neuen Bayer-Coaches zurück.

„Er hatte stets die Mannschaft im Griff“, erinnerte sich Comolli. Selbst wenn es sportlich mal brenzlig wurde, waren die Mannschaft, der technische Stab sowie die Vereinsführung immer auf einer Linie, „auch weil Carles immer ruhig blieb“.

Am Ende fand der neue Leverkusen-Trainer immer die richtigen Lösungen, um aus der Krise zu kommen, so der 54-Jährige. „Auch als Carles Co-Trainer von Philippe Montanier war, hatte er bereits sein taktisches Fachwissen bewiesen“, berichtete Comolli. Seiner Meinung nach waren die Spieler damals schon von Martinez‘ Spielweise begeistert.

Großes Lob von PSG-Coach Luis Enrique

Dank seiner täglichen Akribie und seines Fleißes hat Toulouse eine Spielidentität entwickelt, die die eigenen anspruchsvollen Anhänger immer wieder begeistern konnte. Auch gegen Paris Saint-Germain gelang es ihm, das ein oder andere Mal Nadelstiche zu setzen, was PSG-Coach Luis Enrique dazu verleiten ließ, seinen Trainerkollegen zu loben.

„Carles ist ein ausgezeichneter Trainer, der seinen Weg gehen wird“, sagte kürzlich der Coach des amtierenden Champions-League-Siegers und erinnerte sich: „Gegen Toulouse hat sich meine Mannschaft jedes Mal schwergetan. Das ist kein Zufall.“