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Werner meldet sich nach RB-Knall zu Wort

Werner meldet sich nach RB-Knall

Ole Werner muss nach nur einer Saison als Trainer bei RB Leipzig gehen. Mit einem Brief an Spieler, Mitarbeiter und Fans reagiert der 38-Jährige auf das Aus.
Ole Werner muss RB Leipzig verlassen - obwohl er alle Saisonziele mit der Mannschaft erreicht hat. SPORT1-Reporter Niclas Löwendorf ordnet den Trainer-Knall ein und klärt auf, welche Rolle Jürgen Klopp dabei einnimmt. 
Ole Werner muss nach nur einer Saison als Trainer bei RB Leipzig gehen. Mit einem Brief an Spieler, Mitarbeiter und Fans reagiert der 38-Jährige auf das Aus.

Ole Werner hat sich einen Tag nach seinem Aus als Trainer von RB Leipzig zu Wort gemeldet. Über seinen LinkedIn-Account schrieb er einen Brief an „Spieler, Mitarbeiter und Fans“ und dankte darin für die Unterstützung.

„Wie ihr gestern erfahren habt, hat der Verein entschieden, mit einem neuen Trainer in die nächste Saison zu gehen. Das muss ich respektieren“, schrieb Werner und bedankte sich für das vergangene Jahr, „auf das ich sehr positiv zurückblicke“.

Zwischen den Zeilen schimmert bei Werner Unverständnis über sein Aus durch: Er betonte, dass er die Zielsetzung, Leipzig wieder zurück ins internationale Geschäft zu führen, erfüllt habe. „Vieles von dem Erreichten fühlt sich heute selbstverständlich an. Vor einem Jahr gab es viele, die uns das nicht zugetraut hätten. Der Verein ist wieder auf Kurs!“ Anschließend dankte er seinen Spielern und seinem Trainerteam sowie dem Staff.

Werner bedankt sich bei RB-Boss Schäfer

Dabei bedachte Werner einzig Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer mit einer namentlichen Erwähnung: „Ebenso möchte ich Marcel Schäfer und seinem Team in Leipzig für die vertrauensvolle und intensive Zusammenarbeit danken.“

Schäfer galt bis zuletzt laut übereinstimmender Medienberichte als Fürsprecher Werners. Die Leipziger Volkszeitung hatte im Zusammenhang mit der Trennung berichtet, dass Jürgen Klopp und sein „Global Soccer Team“, dem unter anderem auch Ex-Nationalstürmer Mario Gómez angehört, treibende Kraft hinter Werners Aus gewesen sei.

Klopp erklärt Gründe für Werner-Aus

Klopp selbst spielte seine Rolle jedoch öffentlich herunter. „Wir sind beratend tätig als Global Team. Aber natürlich heißt beratend, dass wir in der Entscheidungsfindung mit dabei waren“, sagte er als Experte von MagentaTV am Rande des WM-Spiels zwischen England und Kroatien (4:2) am Donnerstag.

Klopp attestierte Werner einen „klasse Job“, sagte jedoch: „Aber wir müssen auch zeitgleich nach vorne gucken. Wenn wir darüber nachgedacht haben, wie das aussehen könnte mit der Belastung, die auf uns zukommt, dann hat man sich in Leipzig für einen Wechsel entschieden.“

Werner hatte in der vergangenen Saison den Trainerjob bei den Sachsen übernommen. Nachdem die Leipziger erstmals seit ihrem Bundesliga-Aufstieg die Qualifikation für den Europapokal verpasst hatten, löste Werner in der abgelaufenen Saison mit seinem Team das Ticket für die Champions League.

Als Nachfolger wird der Ex-Bayern-Profi Martín Demichelis gehandelt.