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Loris Karius: "Dann stürzte ich plötzlich ab – bis ganz nach unten"

Karius will sich Klopp empfehlen

Loris Karius träumt von einer Nominierung in die Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp. Mit dem neuen Bundestrainer hat er eine Vorgeschichte.
Jürgen Klopp wird auf seiner Antritts-PK als Bundestrainer gefragt, ob er in der deutschen Nationalmannschaft seinen Fußball durchdrücken möchte. Der 59-Jährige holt weit aus.
Loris Karius träumt von einer Nominierung in die Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp. Mit dem neuen Bundestrainer hat er eine Vorgeschichte.

Unter dem neuen Trainer der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp, werden die Karten neu gemischt. Immerhin sagte der 59-Jährige bei seiner Präsentation am Freitag, dass er 57 Feldspieler im Blick habe. Von einer Nominierung ins DFB-Team träumt derweil Loris Karius vom FC Schalke 04, der mit Klopp eine Vorgeschichte hat.

„Ich weiß nicht, was er plant. Aber ich spiele jetzt mit Schalke in der Bundesliga – die Voraussetzungen sind nicht schlecht“, sagte der Torhüter im Interview mit der WAZ und fügte hinzu: „Wenn ich Top-Leistungen bringe, kann ich vielleicht ein Kandidat werden.“

Karius erlebt Albtraumabend im Champions-League-Finale

Er betonte, dass er für Schalke alles geben werde und man dann sehen würde, was passiere. Die Konkurrenz im deutschen Tor ist allerdings groß: Unter anderem Oliver Baumann, Alexander Nübel, Jonas Urbig und Noah Atubolu haben derzeit die Nase vor Karius vorn.

Klopp kennt den Torwart noch aus seiner Zeit beim FC Liverpool. Der Coach holte ihn 2016 vom 1. FSV Mainz 05 an die Anfield Road und machte ihn zur Nummer eins. Zwei Jahre später erlebte Karius im Trikot des Reds im Champions-League-Finale gegen Real Madrid einen grausamen Abend, der ihn bis heute prägt.

Karius verlor die Liebe zum Fußball

In dem Endspiel leistete sich der 33-Jährige fatale Patzer und Liverpool ging als Verlierer vom Platz: „Bis zu diesem Zeitpunkt war meine Karriere steil bergauf gegangen, dann stürzte ich plötzlich ab – bis ganz nach unten.“

Er führte weiter aus: „Es war extrem hart, auch weil ich damals, mit Mitte zwanzig, noch nicht so gefestigt war wie heute. Und ganz ehrlich: In dieser Zeit habe ich meine Liebe zum Fußball verloren. Ich wollte nicht mehr trainieren, ich wollte nicht mehr spielen.“

Wechsel zu Schalke im Januar 2025

Karius gestand, dass es ihm im Anschluss schwergefallen war, wieder ins Training zu gehen und seinen normalen Alltag zu gestalten, und er einfach versuchte, den Tag einigermaßen normal zu überstehen.

Nach jenem folgenschweren Abend wurde der Keeper etliche Male ausgeliehen – unter anderem in der Saison 2020-2021 zu Union Berlin. Er probierte stets, bei neuen Klubs wieder Fuß zu fassen, doch erst nach seinem Wechsel zu Schalke im Januar 2025 zeigte seine Formkurve wieder nach oben. In der vergangenen Saison stieg er mit den Königsblauen in die Bundesliga auf.