Marcel Schäfer, Sport-Geschäftsführer von RB Leipzig, bekundet die Ansicht, dass die Verhandlungen zwischen dem DFB und seinem Noch-Chef Jürgen Klopp die Saisonvorbereitung des Bundesligisten nicht beeinflussen werden.
Beim Thema Jürgen Klopp lässt der Leipzig-Manager aufhorchen
RB lässt beim Thema Klopp aufhorchen
„Wir haben natürlich den vollen Fokus hier in Leipzig und versuchen, gemeinsam mit der Mannschaft und allen Mitarbeitern, die Vorbereitung bestmöglich zu nutzen“, sagte Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer am Montag bei der Vorstellung des neuen Cheftrainers Martín Demichelis. Eine Anmerkung Schäfers über Klopp ließ dabei allerdings aufhorchen.
„Es gab ja ein Wort, wo das Ganze losging“
Klopp fungiert seit Anfang 2025 als „Head of Global Soccer“ beim Red-Bull-Konzern, zu dessen Fußballnetzwerk die Leipziger gehören. Aktuell befindet sich der 59-Jährige jedoch in Gesprächen mit dem DFB über die Nachfolge von Julian Nagelsmann, der nach dem deutschen WM-Debakel zurückgetreten war.
„Natürlich habe ich das mitbekommen“, berichtete Schäfer: „Es gab ja ein Wort, wo das Ganze losging. Das war das Wort ’noch‘, das zweimal geäußert wurde. Das haben wir dann natürlich auch zur Kenntnis genommen.“
Schäfer spielte damit auf den vieldiskutierten Spruch Klopps zu Beginn des Turniers an, dass Nagelsmann „noch“ die Aufstellungen des DFB mache. Es klang, als ob Schäfer beziehungsweise der Klub schon zu diesem Zeitpunkt davon ausgegangen waren, dass dahinter mehr steckte als ein Witz.
Klopp hatte seine Aussagen in seiner Rolle als WM-Experte für Magenta TV getätigt. Er bat Nagelsmann dafür um Entschuldigung, nachdem der Satz zuvor große Wellen geschlagen hatte.
Demichelis stellt klar, wann er mit Klopp sprach
„Es ist kein Geheimnis, dass die Gespräche wahrscheinlich zielführend sein werden. Ich glaube, beim DFB gibt es relativ viel zu tun, und Jürgen hat sich ja auch schon so positioniert, dass er diese Aufgabe gerne übernehmen würde“, sagte Schäfer.
Es liege jetzt nicht an ihm und Demichelis, „ob und wann das passiert. Wir konzentrieren uns auf unsere Aufgabe und versuchen, sie bestmöglich zu erfüllen“, sagte der 42-Jährige.
Auch Demichelis, der in Leipzig auf Ole Werner folgt, berichtete von einem guten Austausch mit Klopp, bevor er den Job bei RB annahm. Der Wechsel von Werner auf Demichelis soll maßgeblich von Klopp vorangetrieben worden sein.
„Mein erster Kontakt war mit Marcel. Es ist klar, dass Leipzig eine große Familie ist. Ein paar Tage später habe ich mit vielen anderen gesprochen. Jürgen war einer von ihnen. Es war eine Ehre, mit ihm über Fußball zu sprechen“, so der Argentinier.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)