Beim SC Freiburg herrscht nach dem Ende des Transfer-Pokers um Torhüter Noah Atubolu Erleichterung. „Es waren intensive Wochen und Monate, das habe ich ehrlich gesagt auch selten so erlebt“, sagte Freiburgs Sportvorstand Jochen Saier bei RTL über die festgefahrene Personalie, die am Freitag durch Atubolus Wechsel zu Eintracht Frankfurt gelöst wurde: „Wir haben alle miteinander so ein bisschen in den Abgrund geguckt, es dann aber möglichst gut gelöst. Wir gehen gut auseinander – ein blaues Auge für alle Beteiligten.“
Diese Worte zu Noah Atubolus Wechsel lassen tief blicken
Freiburg reagiert auf Atubolu-Wechsel
Atubolu hatte sich bereits im vergangenen Winter entschieden, seinen bis 2027 laufenden Vertrag in Freiburg nicht zu verlängern und einen Wechsel ins Ausland angestrebt. Seine Berateragentur brachte für den U21-Vizeeuropameister von 2025 dann aber über Monate keinen Transfer zustande, und Freiburg verpflichtete Mio Backhaus schon als neue Nummer eins. Atubolu musste nach dem Ende der Sommerpause daher individuell abseits der Mannschaft trainieren.
Atubolu wird nach Frankfurt verliehen
Über die Gründe für die schwierige Situation sei „viel geschrieben“ worden, „ich will da nicht tiefer eintauchen“, sagte Saier nun und fügte mit Blick auf Atubolus Wunschziele an: „Im Gesamtprozess hat man sich viel mit großen Namen beschäftigt, das waren im Endeffekt aber Luftschlösser. Ich glaube, dass Noah von etwas anderem geträumt hat, jetzt aber auch mit diesem Schritt sehr zufrieden ist.“
Atubolu hat sich laut Medienberichten mittlerweile von seiner Berateragentur getrennt. Er verlängerte seinen Vertrag in Freiburg um ein Jahr, um sich leihweise der Eintracht anschließen zu können. Darüber hinaus gibt es eine Kaufoption, die sich laut Mitteilung der Frankfurter „unter bestimmten Voraussetzungen“ in eine Kaufpflicht verwandelt. Laut Sky liegt die damit verbundene Summe bei 13 Millionen Euro. Der 24-Jährige könnte nun schon zum Bundesligaauftakt am Samstagnachmittag bei Union Berlin (15.30 Uhr/Sky) im Frankfurter Tor stehen.