Mit der Verpflichtung von Konstantinos Karetsas hat Borussia Dortmund in diesem Transfersommer ein echtes Ausrufezeichen gesetzt.
Was für ein Einstand
Beim BVB entsteht ein Hype
Satte 30 Millionen Euro ließen sich die Verantwortlichen von Schwarz-Gelb die Dienste des erst 18 Jahre jungen Supertalents kosten. Weitere zwei Millionen Euro durch Bonuszahlungen, deren Bedingungen realistisch zu erreichen sind, könnten noch hinzukommen. Rund drei Wochen vor Beginn der neuen Bundesliga-Saison 2026/27 steht fest: Der Hype um den griechischen Nationalspieler beim BVB und seinen Fans hat begonnen.
Karetsas gelingt Traumtor gegen Arsenal
Schon vor dem Gastspiel von Schwarz-Gelb beim FC Arsenal machte sich Karetsas bei den BVB-Anhängern beliebt, als er an einem Gyros-Imbiss in Kamen Taxiteller – einer im Ruhrpott beliebten Fast-Food-Spezialität mit Pommes, Gyros und Currywurst – an Fans verteilte und für zahlreiche Fotos und Autogramme zur Verfügung stand.
Beim 3:2-Testspielsieg in London lief er dann zum ersten Mal für die Westfalen auf – und spielte sich direkt in die Herzen der BVB-Fans.
Der griechische Nationalspieler, der 2007 im belgischen Genk das Licht der Welt erblickte, kam in der 29. Minute im Mittelfeld an den Ball und lief einfach los. Karetsas war von den Arsenal-Verteidigern nicht von der Kugel zu trennen, legte sie sich am Sechzehner auf seinen starken linken Fuß und schlenzte das Leder traumhaft in den Winkel.
Es war das zwischenzeitliche 2:0 für Dortmund, das in der englischen Presse erstaunt zur Kenntnis genommen wurde. „Was für ein spektakuläres Tor“, schrieb die britische Tageszeitung Mirror, die auch attestierte, dass Karetsas „im Norden Londons alle Freiheiten“ bekommen habe.
Auch Arsenal war wohl an Karetsas interessiert
Die „Greek sensation“ (deutsch: Griechische Sensation), so betitelte das englische Portal TEAMtalk einst den BVB-Youngster, hinterließ bei ihrem BVB-Debüt einen hervorragenden Eindruck. Dass sich Karetsas für einen Wechsel in den Ruhrpott entschieden hat, darf Dortmund als großen Erfolg verzeichnen.
Auch andere Klubs hatten den offensiven Mittelfeldspieler schon seit Längerem auf dem Zettel. Ausgerechnet Gegner Arsenal soll sich im Vorjahr noch mit einer Verpflichtung des 18-Jährigen befasst haben. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge buhlten die Gunners im Sommer 2025 um Karetsas, der sich für einen Verbleib in Genk entschieden hatte.
Rund 45 Millionen Euro soll Genk im Vorjahr für das Supertalent aufgerufen haben. Eine Summe, die den Premier-League-Champion von einem Transfer Abstand nehmen ließ. Rund ein Jahr später läuft der belgisch-griechische Profi für Dortmund auf und trifft ausgerechnet gegen Arsenal. „Er hat die Erwartungen auf jeden Fall nicht enttäuscht – und vielleicht hat er sogar einige Arsenal-Anhänger dazu gebracht, sich zu fragen: ‚Was wäre, wenn?'“, schrieb der Mirror.
Ricken schwärmt vom BVB-Neuzugang
Auch den BVB-Verantwortlichen gefiel der Auftritt des 18-Jährigen. „Mir hat insbesondere imponiert, wie wachsam Kosta nach fünf Tagen Training war, wie er am Spiel teilgenommen hat, wie ballsicher und mannschaftsdienlich er war“, schwärmte Geschäftsführer Lars Ricken nach dem Spiel.
Cheftrainer Niko Kovac hingegen bremste den Hype um Karetsas ein wenig und erklärte, warum er ihn lediglich in Halbzeit eins spielen ließ. „Kosta braucht noch Zeit. Er hat heute 45 Minuten gespielt, das ist Trainingssteuerung. Wir sehen, dass er fußballerisch richtig gut ist. Das ist das, was jede Mannschaft braucht.“
Am kommenden Samstag bietet sich Karetsas erstmals die Möglichkeit, vor heimischer Kulisse für den BVB aufzulaufen. Die Schwarz-Gelben feiern gegen die AS Rom ihre Saisoneröffnung. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass der Hype um den griechischen Nationalspieler wachsen wird.