Der Bundesligist Borussia Dortmund macht bei seinen Sparmaßnahmen offenbar auch vor ungewöhnlichen Schritten nicht Halt.
Dickes BVB-Minus - trotz ungewöhnlicher Maßnahmen?
„Rechnen mit Minus von 20 Millionen“
Der BVB will nicht nur die Kosten für seinen millionenschweren Kader senken, sondern setzt wohl auch abseits des Platzes konsequent den Rotstift an. So berichtet es die Sport Bild.
Selbst im VIP-Bereich setzt der BVB an
So stelle der Vizemeister mittlerweile keine Dolmetscher ein, um die internationalen Webseiten des Vereins zu bearbeiten. Die automatische Übersetzung mache dies unnötig.
Dazu kommt: Bei Spielen in der Champions League wurden bisher meist Autos mit eigenen Fahrern gemietet. Ab sofort wolle man auf Uber zurückgreifen.
Und: Im VIP-Bereich des Westfalenstadions soll die Lebensmittelverschwendung eingedämmt werden. Überflüssige Gerichte solle es nicht mehr geben.
Weitaus bedeutsamer dürften mit Blick auf die Bilanz aber vermutlich die Bewegungen im Spielerkader sein. So bedeutet der Abgang von Topverdiener Niklas Süle beispielsweise eine signifikante Reduzierung der Ausgaben.
BVB-Boss Ricken rechnet mit deutlichem Minus
„Wir werden an der einen oder anderen Stelle Einsparungen vornehmen, insbesondere bei den Kaderkosten“, sagte Dortmunds Geschäftsführer Sport Lars Ricken in den Ruhr Nachrichten: „Der Vorteil ist: Wenn wir dort Einsparungen erzielen, verschafft uns das finanziell Spielraum.“ So könne man eventuell zusätzliche Transfers tätigen.
Auf negative Zahlen sei man dennoch vorbereitet: „Dank der wirtschaftlichen Vernunft der vergangenen Jahre ist bei uns niemand nervös geworden, obwohl wir in diesem Jahr mit einem Minus von rund 20 Millionen Euro rechnen.“
Man verfüge aber über ein „stabiles Fundament“ und wolle sportlich ambitioniert bleiben: „Auch in diesem Sommer haben wir mit Verpflichtungen wie Karetsas (kam für min. 30 Millionen Euro, Anm.) und Gadou (20 Mio.) wieder einiges investiert. Dazu kommen frühere Transfers wie Kaua Prates (7 Mio.) oder Justin Lerma (4 Mio.), die ebenfalls Geld gekostet haben. Ein Transfer muss sowohl sportlich als auch wirtschaftlich sinnvoll sein.“