Sportvorstand Max Eberl hat sich zu seiner Vertragsverlängerung beim FC Bayern geäußert und dabei auch noch einmal auf das DFB-Pokalfinale in der vergangenen Saison zurückgeblickt, als Aussagen von Uli Hoeneß über Eberl für großes Aufsehen gesorgt hatten.
Eberl: "Meine Verlängerung war alles andere als ein Geschenk"
Eberl mit bemerkenswerten Worten
„Das war eine Situation, wo ich mich über das Pokalfinale gefreut habe und ein bisschen wurde es übertüncht. Trotzdem haben wir es als Verein sehr gut gelöst. Ich habe mich immens gefreut, dass wir nach zig Jahren mal wieder das Double gewonnen haben. Ich habe abends auch eine Zigarre geraucht, wenn ich das sagen kann“, verriet Eberl auf SPORT1-Nachfrage bei der Bayern-Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den VfB Stuttgart (ab 20.30 Uhr im LIVETICKER).
Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte in einem kurz vor dem Pokalfinale erschienenen Spiegel-Interview die Chancen auf einen Verbleib Eberls – dessen Vertrag damals im Sommer 2027 auslief – auf „60:40“ beziffert. Inzwischen hat sich Bayerns Ehrenpräsident dafür entschuldigt.
Eberl beim FC Bayern: „Das war mein Auftrag“
Die Bayern setzten sich danach mit 3:0 gegen den VfB Stuttgart durch, was Eberl dann trotzdem in Feierlaune versetzte.
Der Sportvorstand erklärte am Donnerstagvormittag, wie er in den Wochen danach reagierte: „Ich habe immer gesagt: Ich versuche das Bestmögliche für den FC Bayern zu machen, ich versuche meine Arbeit zusammen mit Christoph (Freund), Vinnie (Vincent Kompany) und Jan-Christian Dreesen zu machen und einen Kader zu bauen, der wieder erfolgreich sein kann. Das war mein Auftrag. Dem habe ich mich gewidmet, um dann auch Argumente zu haben, dass man seinen Prozentsatz vielleicht auch ändern kann.“
Damit das funktioniert, habe er versucht, sich „von Dingen zu befreien, die um mich herum waren“ und sich stattdessen auf den „internsten Kreis“ bei Bayern verlassen: „Das führte dazu, dass man meine Arbeit wertgeschätzt hat und ich das Vertrauen bekam, weiterzumachen – und über das freue ich mich tatsächlich sehr.“
„Auf Bayern kannst du dich nicht vorbereiten“
Besonders stolz ist der 52-Jährige darauf, sich das Vertrauen der Vereinsführung erarbeitet zu haben. „Meine Verlängerung war alles andere als ein Geschenk“, sagte er: „Das war Arbeit und ein Weg – aber ich freue mich darüber, dass es gesehen wurde und wird.“
Zugleich schilderte Eberl die besonderen Herausforderungen beim deutschen Rekordmeister. Zwar könne man das Handwerk eines Sportvorstands erlernen, den Klub verstehe man aber erst von innen heraus.
„Auf Bayern München kannst du dich nicht vorbereiten, das lernst du, wenn du drin bist. Das kann dir auch keiner vorher sagen, was und wie. Bayern München musst du erfahren mit Leib und Seele, sich mit allem darauf einlassen, dann kann so was entstehen“, erklärte Eberl, dessen Vertrag bis 2029 verlängert wurde.