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FC Bayern: Eine Einsicht, die überraschend kommt

Eine überraschende Bayern-Einsicht

Mit den Einkäufen von Max Eberl ist man beim FC Bayern offenkundig zufrieden. Jetzt muss der Sportvorstand ein Problem-Trio loswerden. Doch der Druck ist vielleicht gar nicht so hoch wie gedacht.
Die dicke Luft zwischen Max Eberl und Uli Hoeneß sorgte in den vergangenen Monaten für viel Gesprächsstoff. Im Rahmen eines Testspiels gab es nun eine bemerkenswerte Geste vom Ehrenpräsidenten in Richtung Eberl.
Mit den Einkäufen von Max Eberl ist man beim FC Bayern offenkundig zufrieden. Jetzt muss der Sportvorstand ein Problem-Trio loswerden. Doch der Druck ist vielleicht gar nicht so hoch wie gedacht.

Die Transfer-Marschroute des FC Bayern ist klar: Spätestens seit Max Eberl am Mittwoch hochoffiziell Joao Palhinha, Bryan Zaragoza und Sacha Boey aufs Abstellgleis verschob, weiß auch die Öffentlichkeit, was die Stunde für das Trio geschlagen hat. „Wir haben ganz offen kommuniziert, dass wir bei den drei Spielern sehr offen sind, sie abzugeben“, erklärte der Münchner Sportvorstand auf Nachfrage von SPORT1. Es gebe keine Zukunft für diese Profis.

Eberl sorgte damit für klare Verhältnisse, die auch anderen Klubs nicht verborgen bleiben dürften. Hat der 52-Jährige die Verkaufskandidaten also ungewollt günstiger gemacht? Fakt ist: Spieler ohne Zukunft erzielen sicherlich keine Höchstpreise. Manchmal ist zu viel verbale Offensive nicht der richtige Weg. Wird das zum Problem?

Hoeneß überraschend sanftmütig

„Das könnte man so sehen. Auf der anderen Seite war aber doch auch ohne die Worte von Max Eberl klar, dass es für die drei schwer wird. Daher finde ich gut, dass er sich so deutlich geäußert hat“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“.

Die europäische Konkurrenz brauche sicherlich keine Pressekonferenz am Tegernsee, um zu erfahren, wer beim deutschen Rekordmeister gehen soll.

Interessant ist derweil, wie sich Uli Hoeneß am Donnerstagabend in puncto Verkaufsliste positionierte und überraschend sanftmütig daherkam. „Ein Vertrag bei Bayern ist sakrosankt. Das heißt: Wenn man am Ende nichts (einen Abnehmer – Anm. d. Red.) findet, müssen wir die Spieler behalten“, erklärte der Klub-Patron.

Eberl wird der Druck genommen

Für Kumberger ist das ein Zeichen dafür, dass Hoeneß durchaus Verständnis für Eberls Probleme hat und den Sportvorstand entlastet. Denn so wie die Münchner bei Michael Olise oder Luis Díaz auf geltende Verträge pochen, können das umgekehrt auch Palhinha, Boey und Zaragoza tun.

„Das klang für mich so, als würde Hoeneß Eberl durchaus zugestehen, dass es nicht so schlimm ist, wenn er nicht alle drei Spieler verkauft bekommt“, so Kumberger. Das nehme den Druck. Der Insider hält es durchaus für möglich, dass am 1. September mindestens ein Profi von der Verkaufsliste weiterhin im Kader der Bayern steht und tippt dabei auf den aktuell verletzten Zaragoza.

Die ganze Diskussion sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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