Die Zeit von Albert Riera bei Eintracht Frankfurt wirkt immer noch nach. Nachdem der Spanier auch lange nach seinem kurzen Intermezzo immer wieder öffentlich mit seinem ehemaligen Arbeitgeber abgerechnet hatte, schießt nun Mario Götze zurück und lacht über seinen Ex-Coach.
Eintracht Frankfurt: Riera? Götze lacht über Ex-Trainer
Riera? Götze lacht über Ex-Trainer
Riera kam während der Rückserie als Nachfolger von Dino Toppmöller nach Frankfurt, fiel vor allem mit großspurigen Aussagen auf und musste nach wenigen Monaten schon wieder gehen. Nun hat Adi Hütter wieder das Ruder in der Hand. Riera eckte auch mit seinen eigenen Spielern an. Über Mario Götze sagte der Spanier, auch als Weltmeister könne man nicht machen, was man will. Götze spielte auch nur noch eine Nebenrolle.
Normalerweise hält sich der WM-Held von 2014 in den Medien verbal zurück. Doch nun wurde sogar der 34-Jährige mehr als deutlich. In der Bild sagte er über das Verhältnis zu Riera und die provokante Aussage: „Wenn er meint, dass er das so sagen muss, dann soll er es tun. Es ist aber – nennen wir es – interessant, dass er das so formuliert hat. Das würde ja voraussetzen, dass wir häufiger miteinander gesprochen hätten oder uns gut kennen würden. Das war de facto aber nicht der Fall.“
Götze lacht über Riera-Aussagen
Doch dabei beließ es Götze nicht. „Wenn er meint, dass er das in seiner eigenen Wahrnehmung so interpretieren muss, dann soll er es gerne tun“, fügte er lachend an.
Ohnehin hat der Ex-Nationalspieler die Zeit von Riera in keiner guten Erinnerung. „Es war eine sehr spezielle Zeit. Diese vier Monate waren extrem intensiv. Viele Dinge sind nicht so gelaufen und aufgegangen, wie wir uns das vorgestellt hatten – für mich persönlich, für den Verein und für die Mannschaft. Aber das ist inzwischen Vergangenheit.“
Nun hofft Götze, der seinen Vertrag bei der Eintracht bis 2028 verlängerte, auf eine große Wende unter Adi Hütter. Über den neuen Trainer spricht der Routinier ganz anders. „Man merkt an der Art, wie er trainieren lässt, wie er spricht und wie er mit Menschen umgeht – nicht nur mit der Mannschaft –, dass das eine große Qualität ist.“
Götze nennt zudem „die Klarheit, die er hat“ als Stärke. „Die Dinge, die er anspricht. Mit wenig Worten viel zu bewirken. Das ist schon beeindruckend. Das ist eine sehr große Qualität, muss man sagen.“
Götze sprach auch über den neuen Bundestrainer Jürgen Klopp, unter dem er beim BVB den Durchbruch schaffte.
„Was mir immer in Erinnerung bleiben wird, ist seine Intensität. Er hat unglaublich viel eingefordert – körperlich wie mental. Ich erinnere mich an Trainingslager mit drei Einheiten am Tag“, so Götze. Jedoch habe kein Trainer so eine gute Balance aus Arbeit und Freiheit gefunden.
„Gleichzeitig hat er dir danach auch mal zwei oder drei Tage freigegeben und danach wieder Höchstleistung erwartet. Diese Balance war einfach gut. Wenn wir samstags 4:0 gewonnen hatten und dienstags im Training jemand nicht gelaufen ist, war er sofort wieder da“, erinnert sich Götze.