Nach dem zweiten Kollaps ohne Fremdeinwirkung innerhalb von vier Tagen ist die Sorge um Jamal Musiala groß. Deutlich wurde das auch durch ein überwältigendes Echo auf die Erklärung des 23-Jährigen auf Instagram, in welcher er informierte, dass er unter „temporären Absencen“ infolge „einer neurologischen Dysfunktion“ leide.
FC Bayern: Vom Worst-Case-Szenario bei Jamal Musiala geht keiner aus
Mit dem Worst-Case rechnet keiner
Musiala gab aber auch Entwarnung. Es gebe kein „darüberhinausgehendes gesundheitliches Risiko“. Nach SPORT1-Informationen wussten auch der FC Bayern und Musialas Mitspieler über die Situation Bescheid. Darauf ließ bereits schließen, dass er nach seinem Zusammenbruch auf dem Rasen postwendend von seinen Mannschaftskollegen abgeschirmt wurde. Es brach keine Panik aus, weil alle informiert waren.
Dass im Anschluss kein Mitspieler in der Mixed-Zone über den Vorfall sprach und Sportvorstand Eberl nur darauf verwies, dass sich der Protagonist selbst dazu äußern werde, geschah nach SPORT1-Informationen auf den expliziten Wunsch Musialas.
Darum konnte Musiala sofort ein Statement veröffentlichen
Dieser wollte sich selbst an die Öffentlichkeit wenden. Es ging schließlich um seine eigene Gesundheit. Darauf hatte er sich im Vorfeld mit seinen engsten Vertrauten bereits vorbereitet. Deswegen kam das Statement so zeitnah nach dem Abpfiff der Partie in Heidenheim.
Den von Musiala vermittelten Eindruck, dass man derzeit nicht von weitreichenden Folgen ausgehe, teilt man nach SPORT1-Informationen auch intern beim FC Bayern. An der Säbener Straße geht niemand vom Worst-Case-Szenario Karriereende aus.
Hoeneß leidet mit Musiala
Dennoch macht man sich nach den jüngsten Vorkommnissen Gedanken – wie auch Ehrenpräsident Uli Hoeneß verriet. Der bestätigte, dass man intern bereits seit einiger Zeit Bescheid wisse. „Wir haben mit allem gerechnet, nur nicht mit dieser Häufung dieser Probleme. Es ist ein Drama, speziell für den Jamal“, sagte der 74-Jährige bei Sky/RTL.
„Mit diesen zwei Vorfällen ist es natürlich schon ein Problem, in erster Linie für den Menschen Jamal. Aber natürlich auch mittelfristig für den Verein“, fuhr Hoeneß fort, der darunter leidet. „Ich gehe mit dem Gedanken ins Bett und wache mit dem Gedanken an ihn auf.“