Der FC Bayern arbeitet an der Verschlankungskur seines Kaders. Das Trio um João Palhinha, Bryan Zaragoza und Sacha Boey sucht weiter nach Abnehmern. Geht es jedoch nach Lothar Matthäus, muss die Zeit für die drei in München noch nicht zwingend enden.
Lothar Matthäus: "Glaube nicht, dass Bayern für ihn 30 Millionen bekommt"
Matthäus sieht Bayern in Dilemma
„Vielleicht könnte dann ein Leon Goretzka ein gutes Beispiel für Palhinha & Co. sein. Goretzka wurde im Sommer 2024 ebenfalls aussortiert, wollte München aber nicht verlassen und bekam dann in der Saison doch Spielzeit, wobei er die Bayern-Bosse und seinen Trainer überzeugen konnte“, schrieb er in seiner Sky-Kolumne.
Goretzka arbeitete sich aus schwieriger Phase
„Am Ende blieb er sogar noch ein Jahr länger, vielleicht besteht für das Trio also noch Hoffnung, sofern sie das überhaupt möchten“, fügte Matthäus hinzu.
Tatsächlich arbeitete sich Goretzka aus einer schwierigen Phase wieder zu einer ernsthaften Option im Kader des Rekordmeisters hoch. Ganz vergleichbar ist die Situation des Nationalspielers mit dem angesprochenen Trio jedoch nicht.
Der deutsche Nationalspieler wechselte bereits 2018 zu den Münchenern, gewann als Stammspieler die Champions League und hat nach seinem Vertragsende in diesem Sommer insgesamt 312 Einsätze für den FCB in seiner Vita. Boey, Palinha und Zaragoza verbrachten die abgelaufene Saison jeweils alle schon per Leihe bei anderen Klubs. Die Rollen innerhalb des Vereins sind also andere.
Matthäus zweifelt an Bayerns Forderungen
Bei Boey gab es zuletzt sogar wohl konkretes Interesse von Galatasaray Istanbul. Aufgrund einer festgelegten Maximalzahl ausländischer Spieler nahm sein Ex-Klub aber Abstand von der Verpflichtung des Franzosen.
Doch auch im Falle von Verkäufen sollten die Bayern laut Matthäus umdenken: „Außerdem wissen die Vereine natürlich nun, dass die Bayern ihre Profis abgeben wollen, was es erschwert, hohe Ablösesummen zu bekommen. Ich glaube nicht, dass die Bayern die 30 Millionen, die sie für Joao Palhinha möchten, auch bekommen. Da müssen sie mit ihrer Forderung vielleicht nach unten gehen.“