Max Eberl, Sportvorstand beim FC Bayern, hat auf die knallharte Kritik von Ehrenpräsident Uli Hoeneß an der deutschen Nationalmannschaft sowie der DFB-Spitze reagiert.
Max Eberl über Uli Hoeneß: "Also Temperatur hat er"
Eberl spricht über seine Zukunft
„Es bewegt ihn einiges. Es drückt ihn einiges“, sagte Eberl am Samstagabend vor dem Franz-Beckenbauer-Supercup zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern (2:1) bei Sky, als er auf Hoeneß‘ Aussagen im RTL/Sky-Interview angesprochen wurde.
Hoeneß ließ mit Aussagen zu Klopp und Kosicke aufhorchen
„Was den deutschen Fußball betrifft, was Jamal (Musiala, Anm. d. Red.) betrifft natürlich, aber auch was den FC Bayern betrifft. Also Temperatur hat er“, fuhr Eberl fort.
Hoeneß hatte jüngst das Engagement von Jürgen Klopp als Bundestrainer sowie die Verpflichtung seines langjährigen Vertrauten Marc Kosicke als „Co-Trainer“ als „freundschaftliche Übernahme“ betitelt. „Klopp und Co. haben den DFB übernommen und das halte ich für falsch“, hatte Hoeneß gesagt.
„Ja, das ist ein Satz. Aber er hat nachher auch gesagt: ‚Sehr viele sehr gute deutsche Spieler spielen beim FC Bayern.‘ Ich glaube, da kann auch ein Jürgen Klopp nicht vorbei. Er sieht’s“, ordnete Eberl die Situation nun ein.
FC Bayern: Eberl steht vor Vertragsverlängerung
Und auch auf die bevorstehende Aufsichtsratssitzung der Münchner am 25. August kam Eberl zu sprechen, schließlich steht eine Vertragsverlängerung des 52-Jährigen im Raum: „Ehrlicherweise kann ich nicht sagen, wie da die Abläufe sind. Das wäre meine erste Verlängerung beim FC Bayern“, meinte Eberl.
„Ich habe immer gesagt, dass ich meinen Job machen möchte, dass ich einen guten Job machen möchte. Und wenn man zufrieden ist, dann wird man auf mich zukommen. Schauen wir mal, was am Dienstag passiert“, gab sich der Kaderplaner zuversichtlich.
Hoeneß hatte die Chancen auf einen Verbleib Eberls – dessen Vertrag im Sommer 2027 ausläuft – vor dem Endspiel der Münchner im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart noch auf „60:40“ beziffert.
Wie Hoeneß auf SPORT1-Nachfrage Anfang August eingestand, hatte er nicht damit gerechnet, dass das Interview im Spiegel kurz vor dem Pokal-Showdown in Berlin veröffentlicht werden würde. Diese Annahme bezeichnete er rückblickend als „naiv“.