Lars Ricken hat in den höchsten Tönen von Borussia Dortmunds jüngstem Neuzugang, dem griechischen Nationalspieler Konstantinos Karetsas, geschwärmt.
Ricken offenbart neue Details zu BVB-Transfer
Neue Details zu BVB-Transfer
Der Geschäftsführer Sport des BVB offenbarte jedoch auch, dass es auf dem Weg zur Verpflichtung einige Hürden zu meistern galt.
„Zu Kos haben wir früh Kontakt aufgenommen“, sagte Ricken den Ruhr Nachrichten: „Uns war allerdings bewusst, dass das schwierig werden könnte: Er ist sehr jung, hat enormes Entwicklungspotenzial, einen hohen Marktwert und einen langfristigen Vertrag. Trotzdem haben wir gesagt: Wir gehen es auf jeden Fall an.“
BVB-Transfer: Karetsas wohl entscheidend für den Deal
Entscheidend für den Transfer des 18-Jährigen, der wohl für eine kolportierte Sockelablöse von 30 Millionen aus Genk kam, war demnach der Spieler selbst.
„Kos hat nach dem ersten Treffen klar signalisiert, dass er nur zu uns möchte“, so Ricken: „Genau solche Spieler wollen wir haben. Spieler, die nicht noch mit drei oder vier anderen Klubs kokettieren, sondern ein klares Ziel verfolgen.“
Der Neuzugang habe auch bei den Verhandlungen um die Ablöse eine entscheidende Rolle gespielt. Letztlich habe man das „bestmögliche“ Ergebnis erzielt: „Daran hatte Kostas mit seiner Haltung auch einen nicht unbedeutenden Anteil.“
BVB: Das macht Karetsas aus
Karetsas habe die nötige Geduld bewiesen, und „vor allem Ole Book, ich und mit Niko Kovac auch der Trainer mussten diese Phase aushalten. Wir durften uns nicht von dem Druck leiten lassen, ständig etwas nach außen geben zu müssen, nur um alle ein bisschen zu beruhigen.“
Was den Nachfolger von Julian Brandt ausmache? „Er bringt eine enorme Ballsicherheit mit. Das hat uns in der vergangenen Saison häufig gefehlt“, sagte Ricken, der sich durch Karetsas eine klare Verbesserung erhofft.
„Gerade im Übergangsspiel waren wir oft nicht sauber genug, haben Angriffe teilweise durch unsaubere Ballannahmen und -mitnahmen oder fehlende Passqualität kaputt gemacht“, quittierte Ricken.
Ricken lobt Karetsas – bremst aber auch
„Dazu kommt ein hervorragender linker Fuß“, schwärmte der BVB-Boss weiter: „Er verfügt über ein sehr gutes Dribbling und ist ein teamorientierter, mannschaftsdienlicher Spieler. Das zeigt sich auch an seiner hohen Assist-Quote. Er hat ein gutes Auge für den Mitspieler und versucht immer, ihn in eine bessere Position zu bringen.“
Trotzdem warnte Ricken auch vor überzogenen Erwartungen: „Er ist erst 18 Jahre alt und kommt aus einer kleineren Liga in die Bundesliga – zu einer Mannschaft, die einen sehr intensiven Fußball spielt. Deshalb wird er etwas Zeit benötigen, um sich an dieses Niveau zu gewöhnen.“
Karetsas sei zwar als sportliche Soforthilfe eingeplant, alle Spiele werde der Youngster aber nicht über 90 Minuten absolvieren: „Gerade bei einem so jungen Spieler muss man verantwortungsvoll mit der Belastung umgehen.“