US-Nationalspieler Malik Tillman hat nach seiner durchwachsenen ersten Saison bei Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen kräftig ausgeteilt – vor allem gegen Ex-Coach Kasper Hjulmand.
Tillman teilt gegen Ex-Trainer und Bayer-Führung aus
Tillman teilt gegen Ex-Trainer aus
„Ich bin wohl nicht richtig angekommen. In der Mannschaft habe ich mich wohlgefühlt. Aber man kann inzwischen offen sagen, dass es zwischen dem Trainer und mir nicht richtig gepasst hat“, sagte Tillman im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau (Donnerstagsausgaben). Der „Spaß“ habe ihm „gefehlt“, ergänzte Tillman.
Auch die Klubführung habe „vielleicht nicht immer zu hundert Prozent“ hinter ihm gestanden, monierte der gebürtige Nürnberger und fügte hinzu, die Kommunikation zwischen ihm und der Führung sei „sicher verbesserungsfähig“.
So habe er sich während der Weltmeisterschaft „etwas mehr Unterstützung gewünscht. Niemand muss jeden Tag schreiben oder anrufen. Aber hin und wieder hätte ich die eine oder andere Nachricht mehr schön gefunden.“
Bundesliga: Tillman hätte sich mehr Rückendeckung gewünscht
„Manche Kritik“ an ihm, auch von Fans in den Sozialen Medien, sei in seinem Debütjahr (42 Spiele, acht Tore) „sicher auch berechtigt“ gewesen, so der 35-Millionen-Zugang, man könne „aber schon etwas mehr Rücksicht nehmen, weil hinter jedem Spieler ein Mensch steht“.
Unter dem neuen Bayer-Trainer Carles Martínez will Tillman nun grundsätzlich durchstarten. „Wir haben gleich am ersten Tag miteinander gesprochen. Dabei ging es aber vor allem um seine Grundprinzipien, die er auch zuvor am ersten Tag vor der Mannschaft erläutert hat: um Leidenschaft und Details“, berichtete Tillman, der den Spanier erst einmal kennenlernen will: „Wie arbeitet er? Wie denkt er? Welchen Plan verfolgt er, und welchen Plan hat er mit mir? Am Ende wird sich zeigen, ob ich bleibe oder nicht“, führte Tillman aus, der noch einen Vertrag bis 2030 beim Europa-League-Teilnehmer besitzt.
„Ich will in Leverkusen beweisen, was ich wirklich kann. Ich selbst weiß, dass ich sehr viel mehr kann, als ich bisher gezeigt habe“, betonte der Offensivspieler.