Bundesliga>

Umstrittenes Rot für BVB-Star

Umstrittenes Rot für BVB-Star

Ramy Bensebaini sieht in der Schlussphase des Franz Beckenbauer Supercup die Rote Karte. Der BVB-Verteidiger langt gegen einen Bayern-Neuzugang hin.
Dortmund Trainer Niko Kovac analysiert die Gründe für die Niederlage gegen den FC Bayern im Franz-Beckenbauer-Supercup. Eine Szene ärgert den BVB-Coach dabei besonders.
Ramy Bensebaini sieht in der Schlussphase des Franz Beckenbauer Supercup die Rote Karte. Der BVB-Verteidiger langt gegen einen Bayern-Neuzugang hin.

Umstrittene Rote Karte für Ramy Bensebaini! Der BVB-Star ist beim Franz Beckenbauer Supercup gegen den FC Bayern (1:2) in der 90. Minute wegen eines groben Foulspiels an Ismael Saibari vom Platz geflogen. Schiedsrichter Daniel Schlager zögerte nach dem Einsteigen keine Sekunde und zeigte sofort den Platzverweis.

Der Bayern-Neuzugang wurde nahe des Mittelkreises angespielt, Bensebaini rauschte heran und setzte zur Grätsche an. Bei seinem Tackling traf er dabei Saibari mit der offenen Sohle an seinem rechten Knöchel – allerdings nicht zentral und nicht mit gestrecktem Bein. Der Marokkaner ging sofort zu Boden, nach kurzer Zeit ging es für ihn aber ohne Behandlung weiter.

Ittrich: „Rote Karte ist völlig in Ordnung“

Bensebaini schaute zunächst entgeistert drein, dann zog er sein Trikot vor sein Gesicht und ging bedröppelt vom Platz. „Was ich gut finde: Daniel hat sofort entschieden, er stand direkt daneben. Und das ist ein Tritt unten gegen die Achillessehne, beziehungsweise unten gegen das Sprunggelenk. Man will den Spieler schützen. Die Rote Karte ist durchaus nachvollziehbar“, ordnete Ex-Schiedsrichter Patrick Ittrich in seiner ersten Reaktion im Spiel bei Sky ein.

Er führte weiter aus: „Zur Erklärung: Es gibt ja drei Grundsätze, die die Schiedsrichter so auferlegt haben. Das ist einmal die Chance den Ball zu spielen, die Dynamik ist das Zweite. Die Dynamik fehlt, die Chance den Ball zu spielen ist vielleicht minimal gegeben. Aber nicht ganz. Und am Ende das Trefferbild. Und hier sind mindestens zwei Kriterien erfüllt. Deswegen ist die Rote Karte völlig in Ordnung.“

Diskussionen um die Rote Karte für BVB-Star Ramy Bensebaini

Experte Patrick Helmes war aber anderer Meinung: „Boah, finde ich einen Touch zu viel. Also ja, er geht hin, aber die Intensität ist mir zu wenig.“

Ittrich blieb aber auch nach der Partie bei seiner Einschätzung: „Der Ball ist längst weg, Die Chance den Ball zu spielen hat er nicht. Trefferbild ist auch übel. Also zwei Kriterien sind erfüllt.“ Der Ex-Schiri räumte aber auch ein: „Wenn er sich für Gelb entschieden hätte, hätte die Gelbe Karte auch Bestand gehabt.“

Bayern-Star Joshua Kimmich pflichtete ihm hier „absolut“ bei: „Von der Dynamik und wie das im Spiel gewirkt hat – auf den Schiedsrichter, auch auf uns Spieler – ist es eine Rote Karte. Auch wenn ich es so sehe, glaube ich, kann man die Rote Karte geben“, meinte Bayerns Mittelfeld-Boss, fügte aber an: „Ich glaube, wenn er Gelb gibt, dann gibt er im Nachhinein nicht Rot.“

Welche Noten geben Sie den BVB-Stars?

Bensebaini rauscht verletzt ab

Nach dem Spiel rauschte Bensebaini ungeduscht und mit schmerzverzerrtem Gesicht direkt mit Sanitätern ab, um mutmaßlich ins Krankenhaus zu fahren. Aufgrund der Roten Karte droht ihm nun eine Sperre im DFB-Pokal.

In der zweiten Halbzeit hatte er einen heftigen Tritt von seinem Mitspieler Waldemar Anton in die Rippen abbekommen. Anschließend hatte er schon Probleme mit dem Atmen und musste behandelt werden. Dennoch kehrte er bis zu seinem Platzverweis auf das Feld zurück.