Deniz Undav ist der neue starke Mann beim VfB Stuttgart. Zum Bundesliga-Auftakt beim FC Bayern (1:5) führte der 30-Jährige die Schwaben als Kapitän auf das Feld – vorausgegangen war eine brisante Pressekonferenz, auf der Trainer Sebastian Hoeneß die Absetzung des vorherigen Kapitäns Atakan Karazor verkündet hatte.
VfB Stuttgart: Atakan Karazor auf dem Abstellgleis
Auf dem Abstellgleis
Für den 29-Jährigen ist es ein weiterer Tiefschlag in einem schweren Sommer, der auch jetzt kein Ende findet.
Über die Beweggründe der Aussortierung Karazors wollte sich Hoeneß nicht weiter äußern. Wie erwartet stand der Deutsch-Türke auch in München nicht von Beginn an auf dem Platz. Dass er im Laufe des Spiels nicht einmal eingewechselt wurde, ist dennoch verwunderlich.
Karazor im Pokalfinale auf der Bank
„Ata hat als Kapitän die Erfolgsgeschichte, die wir im ersten Jahr gestartet haben, fortgesetzt. Er wird in Erinnerung bleiben als der Kapitän, der den Pokal in die Höhe gestreckt hat“, sagte Hoeneß vor dem Spiel über Karazor.
Hatte Karazor beim Pokalsieg 2025 noch als umjubelter Kapitän 90 Minuten auf dem Feld gestanden, musste er 2026 beim verlorenen Endspiel gegen die Bayern über die volle Distanz von der Bank aus zuschauen.
Seine Hoffnungen auf eine WM-Teilnahme platzten kurz darauf ebenfalls, als er nicht in den türkischen Kader berufen wurde. Besonders bitter: Im vorläufigen Aufgebot von Trainer Vincenzo Montella hatte er noch einen Platz gefunden.
Starke Konkurrenz für Karazor
Zur neuen Saison ist nun auch Wunschspieler Grisha Prömel zu den Stuttgartern gestoßen. Er soll neben dem unersetzlichen Angelo Stiller die Doppelsechs gestalten. Am 1. Spieltag stand er über 90 Minuten auf dem Rasen und ließ Karazor somit keine Chance auf einen Einsatz.
Karazors Vertrag in Stuttgart läuft im Sommer 2028 aus. Trotz der erschwerten Situation um seine Position soll der Mittelfeldspieler einen Wechsel im Sommer abgelehnt haben, um sich doch noch beim VfB durchzusetzen.