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Eine Seltenheit bei RB: Endet es wie mit Werner?

Endet es wie bei Timo Werner?

Christopher Nkunku kehrt mindestens für eine Saison zu RB zurück. In Leipzig will der Franzose an seine starke Zeit anknüpfen. Es gibt jedoch ein warnendes Beispiel.
Die Rückkehr von Christopher Nkunku zu RB Leipzig könnte nicht nur eine personelle Lücke der Sachsen auf Anhieb schließen.
Christopher Nkunku kehrt mindestens für eine Saison zu RB zurück. In Leipzig will der Franzose an seine starke Zeit anknüpfen. Es gibt jedoch ein warnendes Beispiel.

Wird die zweite Ära genauso erfolgreich wie die erste? Christopher Nkunku ist zurück bei RB Leipzig und will drei Jahre nach seinem Abgang wieder zum Höhenflug ansetzen.

Der Franzose wechselt auf Leihbasis für eine Saison zurück zu den Sachsen, wo er zwischen 2019 und 2023 seine sportlich beste Zeit erlebte.

„Ich freue mich riesig, wieder hier zu sein, bin top fit, möchte der Mannschaft direkt helfen und kann es kaum erwarten, wieder vor unseren Fans auf dem Platz zu stehen“, wurde Nkunku in der Pressemitteilung des Red-Bull-Klubs zitiert.

Auch Marcel Schäfer, RB-Geschäftsführer Sport, setzt große Erwartungen in den Transfer: „Wir freuen uns sehr, dass Christo wieder bei uns ist. Er hat in Leipzig bereits gezeigt, welche außergewöhnliche Qualität er mitbringt und dass er Spiele entscheiden kann.“

Nkunku führte Leipzig zu zwei Pokalsiegen

In Leipzig hoffen sie, dass Nkunku eben diese beschriebenen Qualitäten einbringt. In 172 Pflichtspielen erzielte der Franzose in seiner ersten Zeit in Leipzig starke 70 Tore und bereitete 56 Treffer vor.

Aber nicht nur die Zahlen lesen sich überragend, Nkunku wurde mit seinen Scorerpunkten auch zum Titelgaranten. Dank des Offensivspielers holte RB 2022 und 2023 den DFB-Pokal.

Im Finale 2022 gegen den SC Freiburg erzielte der Franzose erst eine Viertelstunde vor Spielende den Ausgleich und verwandelte dann im Elfmeterschießen den ersten Strafstoß. Und auch 2023 wurde er zum Matchwinner. Beim 2:0 gegen Eintracht Frankfurt erzielte er das 1:0 und legte das 2:0 auf.

Jetzt ist der Pokalheld zurück. „Meine Verbindung zu RB Leipzig ist einfach eine besondere. Ich habe auch nach meinem Transfer immer genau verfolgt, was bei Leipzig passiert und bin bereit, bei RBL ein weiteres Kapitel zu schreiben“, sagte Nkunku zu seiner Rückkehr: „Für mich ist Leipzig deshalb genau der richtige Ort, um meine besten Leistungen zu zeigen.“

Nkunku enttäuschte nach Leipzig-Abschied

Genau diese besten Leistungen wird es auch brauchen, damit die zweite Ära von Nkunku in Leipzig auch wirklich zum Erfolg wird – denn seit seinem Abgang lief es für ihn nicht mehr.

2023 ging es für 60 Millionen zum FC Chelsea. In London hatte Nkunku immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und fiel mehrfach aus. Nach 62 Pflichtspielen (18 Tore und fünf Torvorlagen) in zwei Jahren zog er für 37 Millionen zum AC Mailand weiter.

Doch auch in Italien wurde er in der vergangenen Saison nie glücklich. Nur acht Treffer und drei Vorlagen gelangen ihm in 35 Pflichtspielen. Viel zu wenig für einen Spieler der Güteklasse, zu der Nkunku zweifelsohne eigentlich gehört. In Leipzig soll er jetzt zu seiner Form zurückfinden.

Allerdings waren Rückholaktionen selten ein echter Erfolg. Auch in Leipzig können sie davon ein Lied singen: Timo Werner ging 2020 für über 50 Millionen Euro ebenfalls zu Chelsea, zwei Jahre später kaufte ihn RB für 20 zurück. Wirklich glücklich wurden beide Seiten aber miteinander nicht mehr.

Nach einem soliden ersten Jahr nach der Rückkehr (14 Tore und vier Vorlagen in 34 Pflichtspielen) absolvierte der Ex-Nationalspieler 2023/24 nur noch 14 Spiele für Leipzig (zwei Tore, eine Vorlage) und wurde anschließend an Tottenham Hotspur verliehen. Die Spurs wollten ihn aber nicht kaufen, Leipzig sortierte ihn aus und letztlich ging es dann 2026 in die MLS nach San José.

Nkunku ist ohnehin erst der zweite verdiente Feldspieler, den die Roten Bullen zurückholen.

Nkunku löst zwei RB-Probleme

Bei Nkunku soll jetzt aber alles anders laufen als bei Werner. Zumindest zum aktuellen Kader passte der Franzose sehr gut, speziell, weil er gleich zwei Löcher gleichzeitig stopft.

Zum einen kann er die Rolle als Mittelstürmer einnehmen, für die eigentlich Fisnik Asllani eingeplant war (der Transfer platzte jedoch), zum anderen kann er auch auf der Außenbahn spielen und dort den zu Real Madrid abgewanderten Yan Diomande ersetzen.

Speziell diese Variabilität hilft den Sachsen, da sie ihren sehr aufgeblähten Kader eigentlich eh noch verkleinern wollen. Statt zweier zusätzlicher Neuzugänge kommt jetzt eben nur Nkunku für zwei mögliche Positionen. Ob er die hohen Erwartungen erfüllen kann, wird sich aber erst noch zeigen.