Mit guten Traditionen soll man nicht brechen. Genau das nahm sich Serhou Guirassy zu Herzen und erzielte auch im fünften Spiel in Folge in Sinsheim einen Treffer. Überlegt chippte er den Ball zum 1:2-Anschlusstreffer für den BVB ins TSG-Gehäuse. Doch damit nicht genug: Bei der Vorarbeit zum zwischenzeitlichen Ausgleich durch Fábio Silva attestierte ihm SPORT1-Experte Stefan Effenberg „Weltklasse“.
Das klingt wie eine Drohung
Das klingt wie eine Drohung
Dass der 30-Jährige aktuell so überzeugt, hat seine Gründe. Darüber diskutieren SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer und BVB-Reporter Oliver Müller in einer neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Dortmund-Woche“.
Das Lachen bei Guirassy ist zurück
„Das Auffälligste ist: Das Lachen ist wieder bei ihm zurück“, so Sedlbauer. Und das natürlich völlig zurecht: In den ersten beiden Bundesligaspielen der Saison erzielte Guirassy jeweils ein Tor und bereitete ein weiteres vor. Sedlbauer: „Doch auch abgesehen von den Scorerpunkten ist er viel mehr in das Spiel der Dortmunder eingebunden. Er ist endlich wieder wichtig.“
Auch in der vergangenen Spielzeit waren die Zahlen absolut vorzeigbar: Wettbewerbsübergreifend kam Guirassy auf 22 Tore und dazu sechs Vorlagen. Dennoch erkennt Müller einen Unterschied: „Im letzten Jahr ließ er des Öfteren den Kopf hängen und hatte Schwierigkeiten, sich hochzuziehen, wenn es mal nicht rund lief.“ Auch deshalb gab es damals Spekulationen darüber, ob Fábio Silva nicht die bessere Option für das Sturmzentrum wäre. Doch genau diese Gedanken sind derzeit wie weggewischt.
Guirassy profitiert von neuer BVB-Spielweise
Für die beiden Podcaster liegen die Gründe für Guirassys Form auf der Hand: „Der BVB versucht in dieser Spielzeit deutlich mehr spielerisch zu lösen und agiert längst nicht mehr so destruktiv“, erklärt Sedlbauer, der in diesem Zusammenhang auch spielstarke und kreative Neuzugänge erwähnt.
Gerade die Spielweise in der vergangenen Saison brachte den Stürmer in diesem Sommer auch ins Grübeln, ob er weiterhin in Dortmund bleiben möchte. Doch die BVB-Bosse überzeugten ihn vom gemeinsamen Weg.
Anton lobt Guirassy und spricht eine Drohung aus
Waldemar Anton lobte seinen langjährigen Weggefährten, mit dem er bereits beim VfB Stuttgart zusammenspielte, auf der Pressekonferenz vor dem Königsklassen-Auftakt gegen Villarreal (Dienstag ab 21 Uhr im LIVETICKER).
Auf SPORT1-Nachfrage erklärte der Innenverteidiger: „Für einen Stürmer ist es immer wichtig zu treffen. Auch seine Spielfreude war sehr, sehr wichtig“. Besonders schwärmte Anton davon, „wie er die Jungs einsetzt“ und schob hinterher: „Er kann noch besser spielen als er gerade spielt.“ Das klingt wie eine Drohung.
Kovac entwickelt BVB-Mannschaft weiter
„Es ist ein Prozess, den sie angeschoben haben. Die Basis, also stabil zu stehen und aus einer geordneten Defensive zu agieren, wird dennoch weiterhin wichtig bleiben. Aber Kovac versucht die Mannschaft definitiv weiterzuentwickeln und das ist – Stand jetzt – auch sichtbar“, meint Müller, der dennoch weiterhin Leistungen wie in der ersten Halbzeit gegen die TSG Hoffenheim einplant.
Fakt ist: Das Spiel des BVB ist in dieser Saison deutlich kreativer und variabler als in der Spielzeit zuvor. Und daran findet auch gerade ein Spieler besonders Gefallen: Serhou Guirassy.
Mehr Infos und Hintergründe zum BVB hört ihr jede Woche im SPORT1-Podcast „Die Dortmund-Woche“.