Bundesligist SV Elversberg hat fristgerecht Einspruch gegen die Sperre von Trainer Vincent Wagner eingelegt. Dies bestätigte eine Vereinssprecherin auf SID-Anfrage, nach dem zuvor bereits der Saarländische Rundfunk und die Saarbrücker Zeitung berichtet hatten.
SPORT1 - Aktuelle Sportnachrichten, News, Liveticker & Ergebnisse
Elversberg protestiert vor Bayern-Spiel
Der Coach des Überraschungsteams hatte beim 4:3-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach eine überaus umstrittene Gelb-Rote Karte gesehen, was in der Regel eine automatische Sperre von einer Begegnung nach sich zieht.
Damit würde der 40-Jährige das Highlight-Spiel gegen den FC Bayern am kommenden Sonntag (17.30 Uhr) verpassen. Nun kommt es darauf an, ob das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem Einspruch der Elversberger stattgibt. Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hatte am Sonntag im FIROCKX DOPPELPASS bei SPORT1 eingeräumt, dass der Platzverweis gegen Wagner „in Summe eine unglückliche Situation“ gewesen sei.
Auch Bayern-Boss Dreesen schaltet sich ein
Selbst die Verantwortlichen des kommenden Gegners sprachen sich gegen eine Strafe aus. „Es wäre ja möglich, für das nächste Spiel keine Sperre auszusprechen. Wenn das alle so sehen“, sagte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen . Wann genau das Sportgericht über den Protest entscheiden wird, ist noch unklar.
Nachdem durch eine falsche Einwurf-Entscheidung ein Gegentor gegen seine Mannschaft gefallen war, hatte sich Wagner aus stillem Protest aufs Feld gestellt. Dafür gab es die erste Verwarnung.
„In der zweiten Szene ist es so, dass er in der Halbzeit auch in meine Richtung geht, und das ist eben auch unsportlich“, erklärte Schiedsrichter Martin Petersen seine Entscheidung. Da Wagner dabei weder aggressiv auf ihn zugelaufen war, noch den Referee verbal attackierte, sorgte der Feldverweis für Diskussionen.