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Er ist der Leidtragende des BVB-Umbruchs

Der Leidtragende des BVB-Umbruchs

Marcel Sabitzer steht in dieser Spielzeit vor einem großen Konkurrenzkampf. In der Rangfolge der zentralen Mittelfeldspieler beim BVB scheint der Österreicher abgerutscht zu sein. Auch ihm dürfte das nicht entgangen sein.
Borussia Dortmund schlägt den Oberligisten HEBC Hamburg mit 5:0. Marcel Sabitzer ist dennoch nicht zufrieden.
Marcel Sabitzer steht in dieser Spielzeit vor einem großen Konkurrenzkampf. In der Rangfolge der zentralen Mittelfeldspieler beim BVB scheint der Österreicher abgerutscht zu sein. Auch ihm dürfte das nicht entgangen sein.

Als Waldemar Anton nach gut einer Stunde den Platz verließ, streifte sich Marcel Sabitzer die Kapitänsbinde über den Oberarm. Kein Wunder: Zu diesem Zeitpunkt war der 32-Jährige der älteste Feldspieler von Borussia Dortmund im Pokalspiel gegen den Oberligisten HEBC (5:0).

An Erfahrung mangelt es dem ÖFB-Star, der im Sommer 2023 vom FC Bayern nach Dortmund wechselte, ohnehin nicht. Auch deshalb spielte Sabitzer unter Trainer Niko Kovac bislang immer eine wichtige Rolle. Doch das könnte sich nun ändern.

Veerman verschärft den Konkurrenzkampf beim BVB

Denn mit dem Transfer von Joey Veerman hat der Österreicher namhafte Konkurrenz bekommen. Der Niederländer galt als Wunschspieler der Dortmunder – vor allem wegen seiner feinen Technik, seines Gefühls für Raum und Zeit sowie seiner kreativen Momente in der Offensive.

Vom Spielstil ähnelt Veerman – mit deutlich weniger Geschwindigkeit und Dynamik – eher Felix Nmecha, der gerne etwas vorgezogener eine der beiden Sechser-Positionen besetzt und auch in diesem Jahr wieder gesetzt sein dürfte. Jobe Bellingham ist dagegen mehr der Defensivspezialist.

Diesen Nachteil hat Sabitzer

Sabitzer dagegen ist nicht zwingend der defensive Staubsauger vor der Abwehr. Er spielt gerne etwas offensiver auf der Achter-Position, ohne dabei jedoch mit Leichtigkeit oder spielentscheidenden kreativen Ansätzen zu glänzen.

Das zeigte sich vor allem beim Bundesliga-Auftakt gegen den HSV, als Sabitzer für den verletzten Giannis Konstantelias in die Partie kam. Die kreative Spielweise des BVB bekam dadurch einen gewaltigen Bruch. Sabitzer ist mehr der Typ Arbeiter.

Sabitzer betont: „Da gibt es keine Eitelkeiten“

Aktuell dürfte der Österreicher in der Rangfolge der zentralen Mittelfeldspieler klar hinten stehen. Auch der Österreicher ist sich dessen bewusst, gab sich nach dem DFB-Pokal-Sieg am SPORT1-Mikrofon aber optimistisch, was seine Spielzeit angeht: „Wir sind vier zentrale Mittelfeldspieler. Das ist auf dem Niveau alle drei Tage unbedingt notwendig. Deshalb werden wir alle auf viel Spielzeit kommen. Jeder wird Gas geben, den anderen pushen“, so Sabitzer.

Der Österreicher dürfte vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn die anderen eine Pause benötigen. Sabitzer will sich dabei voll in den Dienst des Teams stellen: „Wir wollen als Mannschaft erfolgreich sein. Da gibt es keine Eitelkeiten, sondern es gilt: Gas geben“, betonte er bei SPORT1.

Es dürfte die letzte BVB-Saison von Sabitzer werden

In der abgelaufenen Spielzeit kam Sabitzer wettbewerbsübergreifend in 34 Spielen zum Einsatz (ein Tor, vier Assists). Auch in diesem Jahr ist eine ähnliche Anzahl nicht unrealistisch. Allerdings dürfte sich seine Startelf-Quote von knapp 80 Prozent verändern. Denn die Konkurrenzsituation hat sich mit dem Zugang von Veerman deutlich verschärft.

Bis zum Sommer 2027 hat Sabitzer noch Vertrag. Mit einem Gehalt von rund 7,5 Millionen Euro gehört der Österreicher zu den Topverdienern im Team. Auch deshalb dürfte diese Saison seine letzte im BVB-Trikot werden.

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