O’zapft is! Der FC Bayern hat sich pünktlich zum Wiesn-Auftakt in Bestform präsentiert und das Freitagabendspiel gegen Union Berlin nach einer fulminanten Show, angeführt von einem alles überragenden Michael Olise, mit 7:0 (3:0) für sich entschieden.
Gala, Musiala-Traumtor und Olise-Show! Bayern im Wiesn-Rausch
Gala, Musiala-Traumtor und Olise-Show! Bayern im Wiesn-Rausch
Jamal Musiala (18.), Doppelpacker Harry Kane (39., 54.), Dreierpacker Olise (43., 73., 76.) und Ismael Saibari (70.) erzielten die Tore für die Münchner. „Wir sind ganz zufrieden mit diesem wunderschönen Sieg. Jetzt geht’s für die Fans auf die Wiesn, das ist ein gutes Geschenk für sie“, sagte Trainer Vincent Kompany nach dem Abpfiff bei Sky.
FC Bayern: Musialas Tor sorgt für Begeisterung
Den Startschuss machte Musiala. Der Nationalspieler traf aus der zweiten Reihe traumhaft ins rechte Eck. Frederik Rönnow im Tor der Unioner war beim strammen Schuss von Musiala chancenlos. „Was ein Strahl. Jamal Musiala. Ein geiles Tor!“, brüllte Kommentator Frank Buschmann in sein Mikrofon.
Dann erlebte Kane einen ganz besonderen Moment. Per Foulelfmeter traf der Engländer zum 2:0 – es war sein 100. Bundesliga-Tor im 98. Spiel. Selbstredend ein neuer Bestwert: Den bisherigen Rekord von Dieter Müller, der 129 Spiele benötigt hatte, unterbot er deutlich. Später folgte noch per Kopfball sein 101. Tor.
Neuzugang Saibari trifft erstmals für die Bayern
Auch Olise traf überaus sehenswert. Gefühlvoll legte der französische Nationalspieler den Ball mit links ins rechte Eck. Dann erzielte auch noch Saibari sein Premierentor für die Münchner. Olise machte schließlich das halbe Dutzend voll – und war noch nicht fertig.
Mit dem nächsten wunderschönen Distanzschuss stellte Olise auf 7:0. Beide Male war der eingewechselte Tom Bischof der Vorlagengeber für den Ballon-d’Or-Anwärter. „Michael macht diese Tore, aber er hat im Training tatsächlich auch sehr viel an diesen Abschlüssen gearbeitet. Auch die Topspieler brauchen mehr als nur Talent“, meinte Kompany.
In der zweiten Hälfte durfte sich dann auch Manuel Neuer mit einigen starken Paraden auszeichnen. Schon in der ersten Hälfte hatte der Keeper mit einer Klärungsaktion für Aufsehen gesorgt: Wie ein Blitz tauchte der 40-Jährige plötzlich in seinem gelben Torwarttrikot nahe der Mittellinie auf und klärte den Ball.
Gnabry feiert Comeback
Nach langer Leidenszeit gab dann auch noch Serge Gnabry in der 77. Minute sein Comeback. Der Offensivspieler war wegen einer schweren Muskelverletzung monatelang ausgefallen und hatte die WM verpasst.
Einziges Manko am Freitagabend aus Fan-Sicht: das neue Wiesn-Trikot der Münchner, das offenbar nicht bei allen gut ankam. Die Fans protestierten und forderten – mal wieder – rot-weiße Trikots ein.