Carles Martínez konnte am Ende über den kuriosen Fauxpas seine Kapitäns lachen. „Zuerst habe ich mir gedacht: Was machst du da?“, erklärte der Spanier mit einem Grinsen im Gesicht, nachdem Edmond Tapsoba den Trainer von Bayer Leverkusen mit einem Mitspieler der Werkself verwechselt und den Ball geradewegs ins Seitenaus gepasst hatte: „Ich muss die Farbe meines Shirts analysieren. Vielleicht war er etwas verwirrt.“
Martínez über kuriosen Tapsoba-Fauxpas: „Was machst du da?“
Martínez über kuriosen Tapsoba-Fauxpas: „Was machst du da?“
Ja, das komplett schwarze Outfit von Martínez ähnelte den dunklen Bayer-Trikots dann doch etwas zu sehr. Ins Gewicht fiel der Aussetzer Tapsobas aber nicht weiter, schließlich setzte sich Leverkusen nach anfänglichen Schwierigkeiten völlig verdient mit 2:0 (1:0) gegen RB Leipzig durch und sicherte sich den zweiten Saisonsieg.
„Ich bin glücklich“, sagte Martínez: „Wir haben eine gute Balance gefunden.“ Torjäger Patrik Schick traf auch im vierten Ligaspiel nacheinander (44.), im zweiten Durchgang machte der bärenstarke Miguel Gutiérrez mit seinem ersten Tor für Leverkusen den Deckel drauf (57.).
Die Rahmenbedingungen waren dabei alles andere als einfache gewesen, schließlich hatte die Nachricht vom Tod von Peter Hermann den Verein erschüttert. Die Werkself-Ikone, die zuletzt an der Nervenkrankheit ALS litt, war am Samstag im Alter von 74 Jahren verstorben.
„Das tut schon sehr weh“, sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes, der Sieg gegen RB sei „auf jeden Fall“ auch für Hermann gewesen. „Es freut mich. Es war für mich auch erstmal ganz komisch, nach der Gedenkminute dann das Bundesliga-Spiel“, sagte Rolfes: „Heute wäre er mit uns zufrieden gewesen.“