Unschöner Empfang für Manuel Neuer: Bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wurde der Torhüter des FC Bayern von den Schalke-Fans mit Pfiffen und spöttischen Gesängen bedacht.
Pfeifkonzert für Neuer! Matthäus und Eberl reagieren
Eberl reagiert auf Pfiffe gegen Neuer
Als der 40-Jährige vor dem Bundesliga-Duell zwischen Schalke 04 und dem FC Bayern (18.30 Uhr im LIVETICKER) zum Warmmachen den Platz in der Veltins-Arena betrat, waren die Pfiffe aus der Nordkurve unüberhörbar. Zudem skandierten die Anhänger der Königsblauen unter anderem: „Wir sind Schalker und du nicht.“
„Sie stehen hinter ihrer Mannschaft. Die Vergangenheit, die zählt wenig“, ordnete Lothar Matthäus bei Sky das Verhalten der Heimfans ein. Der Rekordnationalspieler hätte sich dennoch eine andere Reaktion gewünscht: „Aber eigentlich sollten sie Manuel Neuer mit Applaus empfangen, gerade in seinem letzten Bundesliga-Jahr.“
Auch zu Spielbeginn waren im Stadion lautstark Pfiffe zu hören, wenn Neuer an den Ball kam.
Bayern-Sportvorstand Max Eberl fand dazu klare Worte: „Schalke-Fans – 95%, Chapeau, für das sie getan haben – das andere … sie sollten stolz sein, dass sie so einen großartigen Jungen in ihrer Knappenschmiede ausgebildet haben, der dann Schritte in den Weltfußball getan und Welttorhüter sowie Weltmeister geworden ist. Dann gehören sich solche Kraftausdrücke nicht. Man kann pfeifen, weil man gegen Bayern ist, aber diese Ausdrücke braucht es nicht.“
Bayern-Keeper Neuer mit besonderer Schalke-Verbindung
Neuer wurde in Gelsenkirchen geboren und durchlief die Jugend des FC Schalke, bevor er sich bei den Königsblauen als Profi etablierte. 2011 wechselte er zum FC Bayern – der Transfer wurde vom großen Unmut der Schalker Fans begleitet, die den Torhüter in den Folgejahren immer wieder auspfiffen.
Im Vorfeld der Partie hatte bereits Schalke-Legende Olaf Thon für einen respektvollen Umgang mit dem Weltmeister von 2014 geworben. Angesichts eines womöglich letzten Bundesliga-Auftritts Neuers in seiner alten sportlichen Heimat appellierte der frühere Nationalspieler an die Fans: „Ich hoffe, weil er bei uns ausgebildet und Nationalspieler wurde, dass er nicht ausgebuht wird, sondern dass man seine Leistung als weltbester Torwart respektiert und akzeptiert.“