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Undav lässt tief blicken: „Habe im Sommer Krieg gehabt“

Undav lässt tief blicken: „Habe im Sommer Krieg gehabt“

Deniz Undav sucht weiter nach seiner Form. Jetzt lässt er tief Blicken und formuliert auch eine Spitze in Richtung des früheren Bundestrainers.
Auf der Pressekonferenz des VfB Stuttgart nach der Nominierung des DFB-Kaders, für die kommenden Nations League Spiele, äußert sich Sebastian Hoeneß zu den nicht Nominierten Spielern des VfB: Deniz Undav und Angelo Stiller.
Deniz Undav sucht weiter nach seiner Form. Jetzt lässt er tief Blicken und formuliert auch eine Spitze in Richtung des früheren Bundestrainers.

Es läuft aktuell einfach nicht für Deniz Undav! Auch bei der 0:1-Niederlage gegen Borussia Dortmund agierte der Stürmer wieder unglücklich und bleibt in dieser Saison weiter torlos.

Unter der Woche war er von Bundestrainer Jürgen Klopp nicht in den 44er-Kader für die Nationalmannschaft nominiert worden. Der nächste Tiefschlag für Undav im Kontext des Nationalteams.

Schon unter Julian Nagelsmann hatte der Stürmer einen schweren Stand. Obwohl er regelmäßig traf, zählte ihn der ehemaligen Bundestrainer regelmäßig öffentlich an und setzte auch bei der WM selten auf ihn als Stammspieler.

Auch deshalb ließ Undav bei Sky jetzt tief blicken: „Ich rede offen, ich nehme kein Blatt vor den Mund und sage meine Meinung, negativ wie positiv. Ich habe oft Probleme gehabt und musste es oft beweisen. Ich habe jetzt im Sommer schon einen Krieg gehabt. Jetzt muss ich mich wieder beweisen. Ich hatte das mein Leben lang.“

Bundesliga: Undav geht hart mit sich ins Gericht

Gegen Dortmund erlebte Undav jetzt auch beim VfB den nächsten unglücklichen Abend. Nach 64 Minuten wurde er ausgewechselt und ging enttäuscht auf die Bank.

„Natürlich bin ich nicht zufrieden, dass ich ausgewechselt worden bin. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich die Situationen wie in der letzten Saison habe, weil ich oft zu weit hinten bin. Ich bin kaum vorne, und wenn ich vorne bin, kommen die Bälle nicht. In vier Spielen hatte ich nur zwei Torchancen“, sagte Undav.

„Letztes Jahr war es oft so, dass ich vorne die letzte Linie gehalten habe. Dann war ich immer eine Situationen da, wo mal ein Ball runtergefallen ist“, analysierte der VfB-Kapitän: „Jetzt bin ich weiter hinten, muss teilweise 40 Meter bis nach vorne laufen. Dann kommst du selten in Situationen. Ich muss daran arbeiten, dass ich eine bessere Mischung finde.“

Undav deutlich: „Anstrengend es jedem Trainer beweisen zu müssen“

Dabei hatte er gegen den BVB sogar durchaus eine gute Chance. Doch er scheiterte frei vor Gregor Kobel am Dortmunder Torhüter: „Da ist der Winkel zu spitz. Aber das ist auch keine Chance, wo ich sage, dass ich die reinmachen muss. Wenn ich jetzt 20 Torchancen hätte und keine gemacht hätte, würde ich auch sagen: Chancen-Tod! Aber so ist es nicht.“

An seiner Positionierung kann Undav in der anstehenden Länderspielpause jetzt in Ruhe arbeiten, auch weil Jürgen Klopp ihn eben nicht für die Nationalmannschaft nominierte.

„Ich war kurz enttäuscht, weil ich gedacht habe, dass ich mir ein Puffer aufgebaut habe durch die WM und meine Spiele im National-Dress. Das ist anscheinend wieder nicht der Fall und ich muss mich neu beweisen“, sagte Undav.

Kampflos will er seinen Platz in der Nationalmannschaft aber nicht aufgeben: „Es ist zwar anstrengend, es jedem Trainer zu beweisen, aber ich bin es gewohnt. Deswegen werde ich es wieder machen, um hoffentlich im November wieder dabei zu sein.“

Klopp habe ihm im Gespräch gesagt, dass seine Leistungen bei den beiden Spielen, die er im Stadion gesehen habe, nicht so gut gewesen sein: „Das muss man akzeptieren. Ich bin kein Kind von Traurigkeit. Ich heule jetzt nicht rum. Jetzt geht es wieder nach vorne.“

„Wenn ich das erste Tor schieße, bin ich wieder da“

Im Anschluss zeigte sich Undav dann so richtig kämpferisch: „Egal, wo ich war: Am Anfang hat es nicht geklappt, weil die Leute sagen: ‚Deine Körpersprache passt nicht, du bist nicht der Sprinter.‘ Aber das ist mein Leben lang so. Letztes Jahr habe ich 39 Scorer gemacht und meine Körpersprache war die gleiche.“

„Man muss erst damit klarkommen und mich kennenlernen. Wenn man mich als Mensch kennt, weiß man, wie man das zu händeln hat“, erklärte Undav und hofft: „Wenn ich im November wieder dabei bin, dann wird der Bundestrainer wissen, was ich für ein Typ bin.“

Auch mit Blick auf seine Torflaute zeigte sich der VfB-Kapitän zuversichtlich: „Die Chancen kommen zwangsläufig, und wenn ich das erste Tor schieße, dann bin ich wieder da.“

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