Der englische Nationalspieler Tyrone Mings hat in der Champions League mit einer unglaublichen Rettungstat die Fans verblüfft - und auch beim Schiedsrichter-Team für Verwirrung gesorgt.
„Die beste Rettungstat aller Zeiten?“
Der Verteidiger von Aston Villa kratzte im Achtelfinal-Hinspiel bei Club Brügge (3:1) einen Ball mit dem Schienbein von der Linie und verhinderte so den sicheren Einschlag im langen Eck.
Da Mings den Ball aber nur minimal berührt hatte, sah es in Echtzeit und in fast allen Wiederholungen so aus, als sei die Kugel ohne gegnerische Einwirkung am Tor vorbeigegangen. Das nahm sowohl das Schiedsrichter-Team an - ebenso wie Kommentator Chris Putz, der erst später erkannte, was passiert war.
Kommentator überrascht
„Eine unglaubliche Rettungstat, die viele hier nicht gesehen haben – und die Referees übrigens auch nicht. Das war eine Riesen-Rettungstat“, sagte Putz bei DAZN.
Die Szene war nach einer Flanke des Ex-Düsseldorfers Christos Tzolis entstanden. Hans Vanaken erwischte den Ball perfekt mit dem Kopf, drückte ihn gegen die Laufrichtung von Villa-Keeper Emiliano Martínez, der bereits geschlagen war - aber sich auf die Rettungstat von Mings verlassen konnte.
Der 31-Jährige sprintete auf die Linie und ließ die Kugel mit dem Schienbein am rechten Pfosten vorbeifliegen. „Die beste Rettungstat auf der Linie aller Zeiten?“, fragte TNT Sports passend zur Szene.
Bemerkenswerte Vorgeschichte
Bemerkenswert: Aston Villa hatte schon in der Ligaphase in Brügge gespielt (0:1). Damals hatte sich ausgerechnet Mings einen Mega-Bock erlaubt, als er den Ball nach einem Abstoß im Strafraum in die Hand nahm. Der Verteidiger hatte wohl angenommen, er selbst solle den Abstoß ausführen.
Der deutschen Schiedsrichter Tobias Stieler entschied auf Strafstoß, den Brügges Vanaken zum Sieg verwandelte. Jener Vanaken war es auch, dessen Kopfball Mings nun auf der Linie klärte.
Das Rückspiel zwischen Aston Villa und Brügge findet am 12. März statt.