Der FC Bayern München muss im Champions-League-Heimspiel gegen den belgischen Vertreter Union Saint-Gilloise (21. Januar, 21 Uhr im LIVETICKER) auf Teile seiner Anhänger verzichten.
Champions League: Ultras des FC Bayern verteidigen Pyro-Aktion
Bayern-Ultras publizieren Statement
Wie der deutsche Rekordmeister bekannt gab, bleiben bestimmte Blöcke (Sektoren 111 bis 114) nach wiederholtem Einsatz von Pyrotechnik gesperrt. Dies entschied die UEFA Disziplinarkommission und belegte den FCB mit einer Geldstrafe in Höhe von 50.000 Euro.
Fanszene wehrt sich gegen Kollektivstrafe
Auslöser war eine große Pyroshow, die Teile der Münchner Fanszene beim Königsklassen-Heimspiel am 9. Dezember gegen Sporting Lissabon abhielten. Nachdem Bayern-Anhänger schon im März 2025 beim Champions-League-Spiel gegen Leverkusen massiv gezündelt hatten und im Anschluss eine Bewährungsstrafe ausgesprochen wurde, griff nach der Pyro-Aktion gegen Sporting eine von der UEFA verhängte Kollektivstrafe.
Wie die aktive Fanszene „Südkurve München“ am Sonntag in einem Schreiben offenlegte, war der Szene durchaus bewusst, welche Folgen und Auswirkungen ihre Pyro-Einlage gegen Lissabon haben würde.
Pyro-Show als Reaktion auf Bewährungsstrafe
„Die Bilder der Pyroshow in der Südkurve beim Heimspiel gegen Sporting Lissabon sind um die Fußballwelt gegangen und haben im Stadion und im Nachgang viel Applaus bekommen. Für uns und viele andere ist Pyrotechnik ein wichtiges Element von Fankultur, das besondere Momente und Atmosphäre schafft“, schrieb die Fanszene.
„Die Aktion hatte diesmal primär den Zweck, uns nicht der von der UEFA gegen den FC Bayern verhängten Bewährungsstrafe zu beugen, auch wenn dafür Konsequenzen drohen. Wir wussten und wissen, dass diese Konsequenzen viele Bayernfans treffen, die keine Verantwortung für unsere Aktion tragen und vielleicht sogar eine andere Meinung dazu haben.“
Aus dem Schreiben geht hervor, dass sich die Gruppen der Südkurve München klar gegen das Verhängen von Kollektivstrafen positionieren. „Aus unserer Sicht sind sie weder legitim noch geeignet, Verhalten zu erzwingen, egal von welchem Verband oder welcher Institution auch immer. Entsprechend ist es für uns nur konsequent, uns einem solchem Regime nicht zu beugen.“