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Champions League: Arsenal kocht Leverkusen ab - starker Torwart kann Aus nicht verhindern

Arsenal kocht Leverkusen ab

Für Bayer Leverkusen ist trotz einer starken Torhüterleistung im Achtelfinale der Champions League Endstation. Der FC Arsenal fährt zuhause einen verdienten Erfolg ein.
Für Bayer Leverkusen ist trotz einer starken Torhüterleistung im Achtelfinale der Champions League Endstation. Der FC Arsenal fährt zuhause einen verdienten Erfolg ein.
Für Bayer Leverkusen ist trotz einer starken Torhüterleistung im Achtelfinale der Champions League Endstation. Der FC Arsenal fährt zuhause einen verdienten Erfolg ein.

Überraschung verpasst: Bayer Leverkusen hat das Achtelfinale-Rückspiel beim FC Arsenal mit 0:2 (0:1) verloren – die Reise in der Champions League ist damit für die Werkself nach dem 1:1 im Hinspiel beendet.

Das Team von Mikel Arteta erreichte hingegen mit einem dominanten Auftritt zum dritten Mal in Folge das Viertelfinale. Vor den heimischen Fans im Emirates Stadium ließen Eberechi Eze per Traumtor (36.) und Declan Rice (63.) die überlegenen Gunners jubeln.

Champions League: Blaswich stark – aber machtlos

Bei Bayer trat vor allem Torhüter Janis Blaswich in Erscheinung: Der Schlussmann ließ Arsenals Offensive ein ums andere Mal verzweifeln, alleine vor der Pause wehrte er sieben Schüsse ab. Bei den Gegentoren war Blaswich aber machtlos.

„Natürlich haben wir uns hier viel vorgenommen. Schade, dass wir mit 0:1 in die Halbzeit gehen, dass es nicht noch 0:0 steht. Aber wir können trotzdem etwas Positives rausnehmen“, analysierte Blaswich nach dem Spiel bei Prime.

Vor allem das erste Gegentor, der sehenswerte Treffer aus der Distanz von Eze, ärgerte den Keeper: „Es ist halt schade, dass das erste Tor hier so passiert in London. Sehr bitter, muss ich sagen.“

Prime-Experte Benedikt Höwedes kommentierte beim Anblick der Wiederholung des Tores: „In dem Moment, wo wir dachten, Blaswich ist heute nicht zu überwinden, kommt Eze um die Ecke und zimmert das Ding in den Winkel.“

Havertz kommt erneut von der Bank

Nationalspieler Kai Havertz, der im Hinspiel per spätem Foulelfmeter den Ausgleich erzielt hatte, stand bei den Gastgebern erneut nicht in der Startelf und wurde erst in der 70. Minute eingewechselt.

Die größte Chance für Leverkusen hatte Christian Kofane in der Schlussphase auf dem Fuß: Der Schuss des Angreifers wurde vom bis dahin kaum geprüften Arsenal-Keeper David Raya stark pariert (89.).

Bayer hatte das Viertelfinale zuletzt 2002 mit Michael Ballack, Bernd Schneider oder Ulf Kirsten erreicht. Damals ging es für die Werkself bis ins Endspiel, dort verlor Leverkusen gegen Real Madrid (1:2). Aufgrund der schwankenden Ligaauftritte könnte das Highlight beim FC Arsenal allerdings das letzte in der Königsklasse für längere Zeit gewesen sein.

Arsenal: Vom Druck keine Spur

Als klarer Außenseiter wollten die Rheinländer im Emirates Stadium befreit aufspielen. Leverkusen treffe zwar auf den Tabellenführer der Premier League, „aber lasst uns zeigen, wer wir sind - dann haben wir eine Chance“, forderte Trainer Kasper Hjulmand. Zumal man als Spieler nicht wisse, „wie viele Chancen du auf dieser Bühne bekommst“.

Der Druck lag bei den Gunners, die bislang mit furchteinflößender Dominanz und ungeschlagen durch Europa marschiert waren. Zunächst ohne Havertz entwickelte sich früh ein einseitiges Duell.

Viel war vor Arsenals Standards gewarnt worden, dennoch entstand nach einer Vielzahl an ruhenden Bällen immer und immer wieder Gefahr. Es lag einzig am starken Blaswich, dass Bayer nicht umgehend einem Rückstand hinterherlaufen musste. Allein gegen Leandro Trossard (16./29./32.) parierte der Torhüter dreimal herausragend.

Der Mut, den die Leverkusener in der Vorwoche noch gezeigt hatten, fehlte vollkommen. Bayer sorgte kaum für Entlastung, bei einem der wenigen vielversprechenden Angriffe wurde der Abschluss von Alejandro Grimaldo (26.) geblockt. Hjulmands Team wirkte phasenweise überfordert, die beste Nachricht der ersten Halbzeit war, dass Ezes unhaltbarer Gewaltschuss aus über 20 Metern der einzige Gegentreffer blieb.

Leverkusen steigert sich erst spät

Arsenal, das in der BayArena erstmals in dieser Königsklassen-Saison nicht als Sieger vom Feld gegangen waren, gab durch Trossard (49.) und Viktor Gyökeres (52.) die ersten Warnschüsse nach dem Seitenwechsel ab. Doch Leverkusen steigerte sich langsam, Hjulmand brachte Malik Tillman und Youngster Montrell Culbreath für offensive Belebung.

Leverkusen gestaltete das Spiel fortan etwas offener. Es wirkte jedoch so, als wollte Arsenal die Bayer-Hoffnungen auf ein Comeback im Keim ersticken. Jarell Quansah (62.) rettete in höchster Not, doch kurz darauf fing Rice einen Befreiungsschlag von Grimaldo ab und schob den Ball überlegt ins Eck.

Als Havertz in die Partie kam (70.), riskierte Bayer mehr, sah sich aber mehreren Kontern der Gunners ausgesetzt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)