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Champions League: Manuel Gräfe erwartet zusätzliche Sperre für Kimmich

Gräfe erwartet Sperre für Kimmich

Manuel Gräfe schaltet sich in die Debatte um Joshua Kimmich und Michael Olise ein. Er sieht nur eine Hoffnung für das gesperrte Duo des FC Bayern.
Joshua Kimmich holt sich beim Stand von 6:0 des FC Bayern bei Atalanta Bergamo eine Gelb-Sperre ab und kann im Rückspiel nicht mitwirken. Auf die Frage, ob das Absicht war, weiß der Mittelfeld-Star von nichts.
Manuel Gräfe schaltet sich in die Debatte um Joshua Kimmich und Michael Olise ein. Er sieht nur eine Hoffnung für das gesperrte Duo des FC Bayern.

Der langjährige Topschiedsrichter Manuel Gräfe hat sich im kontroversen Fall der beiden Profis Joshua Kimmich und Michael Olise vom FC Bayern zu Wort gemeldet. Der Ex-Referee geht davon aus, dass gegen das Duo eine zusätzliche Strafe durch die UEFA ausgesprochen wird.

Kimmich und Olise hatten sich beim Kantersieg der Münchner im Achtelfinal-Hinspiel bei Atalanta Bergamo (6:1) je eine Gelbe Karte eingehandelt. Beide sind im Rückspiel daher gesperrt.

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Im Raum steht allerdings, dass sich die Bayern-Akteure, die für Zeitspiel verwarnt wurden, absichtlich sperren ließen - um dann in einem möglichen Viertelfinale wieder zur Verfügung stehen zu können. Das Reglement der UEFA untersagt ein solches Vorgehen.

Gräfe erwartet Sperre für Kimmich und Olise

„Ramos wurde deshalb mal für zwei Spiele gesperrt und es wäre deshalb nicht überraschend, wenn das nun auch beide Spieler vom FCB trifft!“, schrieb Gräfe in einem Beitrag bei X.

Der 52-Jährige verwies auf die UEFA-Disziplinarordnung, in der es heißt, dass solche zusätzliche Sperren nur bei „klarer absichtlicher Erlangung einer Gelben oder Roten Karte“ verhängt werden: „Nun ist das mit Absicht genauso schwierig zu belegen wie beim Handspiel, da man nicht in die Köpfe hineinschauen kann, aber deshalb gibt es eine indirekte Beweisführung.“

Gräfe attestierte Kimmich - der sich nach der Partie öffentlich rechtfertigte - einen „guten Versuch“ samt „cleverer“ Formulierung. Kimmich hatte fehlende Anspielstationen als Grund für das Zeitspiel genannt: „Aber die UEFA wird sich daraufhin die Bilder anschauen und feststellen, dass der Ball am Anfang gut spielbar war (Tah war frei)“, schrieb Gräfe.

Kimmich hätte den Ball „auch lang schlagen können und da die Bayern sonst auch ganz eng am eigenen Strafraum sowie viel gepresster aufbauen, dürfte insofern die Argumentation nicht überzeugen.“ Bei einem Zwischenstand von 6:0 gebe es auch keinen Grund für Zeitspiel, daher „wäre alles andere als eine Ermittlung und Sperre überraschend.“

Noch keine UEFA-Ermittlungen

Noch sind vom europäischen Dachverband keine Untersuchungen eingeleitet worden. Absehen könnte die UEFA von einer Strafe laut Gräfe womöglich, um die sportliche Attraktivität ihres eigenen Wettbewerbs nicht zu gefährden. Eventuell sei Kimmichs Argumentation auch „gut genug“ gewesen.

Nach SPORT1-Informationen hört man hinter den Kulissen der UEFA, dass es vermutlich keine Sperre für Kimmich und Olise geben wird.

Dazu kommt: Laut der französischen Sportzeitung L‘Equipe hat der norwegische Schiedsrichter Espen Eskas keine Auffälligkeiten zu Kimmich oder Olise in seinem Report zum Spiel vermerkt.

„Allerdings sitzen bei der UEFA auch keine Amateure und jeder weiß, was dort abgelaufen ist…„, befand Gräfe noch.