Champions League>

Eberl rechtfertigt Bayerns Strategie - SPORT1

Eberl rechtfertigt Bayerns Strategie

Max Eberl wird auf Bayerns heftige Schiedsrichter-Kritik angesprochen und reagiert mit klaren Worten. Auch die Konkurrenz beschwere sich des Öfteren, meint der Sportvorstand.
In den vergangenen Tagen wurde die Arbeit von Bayern-Sportvorstand Max Eberl immer wieder kritisiert. Der 52-Jährige lässt sich davon jedoch nicht beeindrucken. Die Kritik lässt ihn nach eigener Aussage kalt und spornt ihn sogar zusätzlich an.
Max Eberl wird auf Bayerns heftige Schiedsrichter-Kritik angesprochen und reagiert mit klaren Worten. Auch die Konkurrenz beschwere sich des Öfteren, meint der Sportvorstand.

Max Eberl hat den Konfrontationskurs des FC Bayern nach den strittigen Schiedsrichterentscheidungen im Bundesliga-Spiel gegen Bayer Leverkusen (1:1) gerechtfertigt.

„Wir wollten damit einfach zeigen, dass diese Gelbe Karte falsch war“, erklärte der Sportvorstand vor dem Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Atalanta Bergamo (4:1) bei DAZN mit Bezug auf die Verwarnung für Luis Díaz wegen einer vermeintlichen Schwalbe, gleichbedeutend mit Gelb-Rot für den Kolumbianer.

„Wir wurden gegen Leverkusen schon benachteiligt und haben jetzt im nächsten Spiel unseren Spieler wieder nicht – obwohl die Entscheidung falsch war. Deswegen haben wir es gemacht“, betonte Eberl weiter.

„Wir fanden das einfach nicht korrekt“, fügte der Bayern-Boss an. Es gehöre dazu, das in solchen Situationen klarzumachen.

FC Bayern: Deutliche Schiedsrichter-Kritik sorgt für Aufsehen

Mehrere Bosse der Münchener hatten nach dem Spiel am Samstag wegen der Entscheidungsfindung von Schiedsrichter Christian Dingert getobt und ihren Unmut öffentlich kundgetan. So sprach Ehrenpräsident Uli Hoeneß von der „schlechtesten Leistung eines Schiedsrichterteams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe“.

Die wohl strittigste Szene hatte sich ereignet, als Dingert Bayern-Angreifer Díaz wegen einer angeblichen Schwalbe vom Platz stellte. Im Nachgang der Partie gab der Unparteiische zu, eher falsch gelegen zu haben. Die Bayern legten sogar Einspruch gegen die Sperre von Díaz ein – der allerdings zurückgewiesen wurde.

Gefragt, ob es nicht genüge, wenn sich Trainer Vincent Kompany in seiner ruhigen Art zu derartigen Entscheidungen äußere, antwortete Eberl: „Wir haben mit Vincent einen großartigen Kommunikator. Trotzdem hat jeder bei uns das Recht, etwas zu sagen. Ihr sagt ja auch eure Meinung. Bei uns dürfen die Menschen auch die Meinung sagen, das ist ganz normal.“

Eberl: „Dafür können wir manchmal gar nichts“

Die Bundesliga-Konkurrenz hatte das Verhalten der Bayern kritisiert. So bezeichnete Horst Heldt, Geschäftsführer Profifußball bei Union Berlin, das Ausmaß der Schiedsrichter-Kritik als „nicht in Ordnung“.

Auf die Reaktionen allgemein angesprochen, verteidigte Eberl den Rekordmeister: „Wenn Bayern was sagt – dafür können wir manchmal gar nichts – wird das extrem hochpotenziert und nochmal in drei Zeitungen kommentiert.“

Der Sportvorstand fuhr fort: „Das machen andere meiner Kollegen auch. Wie oft haben die schon gesagt: ‚Der VAR muss abgeschafft werden.‘ Das wird dann einmal kurz erwähnt. Bei Bayern wird es drei Tage getragen, weil jeder sich darüber profilieren möchte.”