Champions League>

In Leverkusen träumt man von der Havertz-Rückkehr

„Bei Kai fange ich schon an zu graben“

Kai Havertz ist der Mann des CL-Abends in Leverkusen. Dort wird sogar von einer Rückkehr geträumt.
Bayer Leverkusens Geschäftsführer Sport, Simon Rolfes, schwärmt nach dem Champions-League-Hinspiel von Kai Havertz - und sorgt zum Schluss für einen Lacher bei den Reportern.
Kai Havertz ist der Mann des CL-Abends in Leverkusen. Dort wird sogar von einer Rückkehr geträumt.

Ausgerechnet er! Am Ende war es Rückkehrer Kai Havertz, der seinen vormaligen Arbeitgeber aus Leverkusen im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals spät ins Mark traf. Der Deutsche kehrte am Mittwochabend erstmals seit seinem Abschied im Jahr 2020 in die BayArena zurück.

Für Leverkusens Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes ein emotionaler Moment. „Es war schön, Kai zu sehen. Ein rotes Trikot hatte er an, hätte aber auch unseres sein können“, scherzte der Funktionär.

Havertz: „Ein Spieler, den wir lieben“

Lob gab es nach dem Spiel auch aus den eigenen Reihen - wie von Teamkollege Gabriel Martinelli: „Er hat eine große Persönlichkeit. Jeder vertraut ihm. Wir sind glücklich, dass er wieder zurück ist.“

An seiner alten Wirkungsstätte bewahrte der Nationalspieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff die Nerven und traf akkurat ins linke Eck zum 1:1.

„Kai ist ein Spieler, den wir lieben. Jeder mag es mit ihm zu spielen. Hoffentlich kann er viele Tore mehr für uns erzielen“, unterstrich Martinelli.

Leverkusen: Rolfes scherzt über Rückkehr

Auf der anderen Seite wird derweil schon von einer Rückkehr ans Kreuz geträumt, wie Rolfes amüsiert betonte: „Bei Kai ist immer die Gefahr, dass ich schwach werde. Das weiß er auch. Ich fange immer schon ein bisschen an zu graben.“

Für den Deutschen begann der emotionale Abend zunächst auf der Bank. Dort sah er zunächst die Leverkusener Führung ausgerechnet nach einer Ecke. In der 74. Minute war es schließlich so weit: Er betrat unter Applaus das Feld.

„Auch dass die Zuschauer applaudiert haben für einen ehemaligen Spieler, das habe ich noch nicht erlebt. Das zeigt schon, wie besonders seine Zeit hier war und seine Verbindung zu Bayer 04″, unterstrich Rolfes.

Havertz wiederum ersetzte 67-Millionen-Mann Viktor Gyökeres. Für Martinelli ist die Flexibilität der Gunners-Angreifer ein großer Trumpf: „Jeder Stürmer ist unterschiedlich. Er liebt es, sich fallen zu lassen, und das ist manchmal gut für uns, weil er so Platz für die anderen Spieler schafft.“

Champions League: Havertz bedankt sich

Doch nicht nur für seine Fähigkeiten auf dem Platz erntete er Lob von allen Seiten. Auch neben dem Platz sticht für Rolfes die Bodenständigkeit des gebürtigen Aacheners heraus: „Er war immer ein Vorbild in unserer Mannschaft trotz seines Status, den er damals schon bei uns hatte.“

Bei seiner Rückkehr an die alte Wirkungsstätte wurde Havertz noch vor dem Warm-up beider Mannschaften von CEO Fernando Carro, Sportgeschäftsführer Simon Rolfes und Werner Wenning, Vorsitzender des Gesellschafterausschusses des Klubs, mit einem Abschiedsgeschenk geehrt.

Für dieses Präsent „bedankte“ sich Havertz mit dem späten Treffer.