Champions League>

Nächste Reform in der Champions League?

Nächste Reform in der Champions League?

Die neue Ligaphase der Champions League hat sich inzwischen etabliert. Doch nun werden offenbar Stimmen nach einer weiteren Reform laut.
Am 28. Februar 2026 standen sich Bayern und Dortmund zuletzt gegenüber
Am 28. Februar 2026 standen sich Bayern und Dortmund zuletzt gegenüber
© IMAGO/Noah Wedel
Die neue Ligaphase der Champions League hat sich inzwischen etabliert. Doch nun werden offenbar Stimmen nach einer weiteren Reform laut.

Seit der vergangenen Saison wird in der Champions League statt der Gruppen- eine Ligaphase ausgespielt – nach anfänglicher Kritik wird das neue Format im Großen und Ganzen positiv aufgenommen. Doch nun mehren sich offenbar die Stimmen nach einer neuerlichen Modus-Änderung.

Wie die BBC berichtet, soll einigen europäischen Klubs die englische Dominanz in der Ligaphase ein Dorn im Auge sein, weshalb sie die UEFA aufgefordert haben sollen, eine konkrete Änderung vorzunehmen.

Demnach wünschen sich die Klubs, dass der Länderschutz nicht erst in den K.o.-Runden, sondern bereits in der Ligaphase aufgehoben wird. Heißt: Duelle zwischen Teams aus demselben Verband sollen dann bereits ab der ersten Wettbewerbsphase möglich sein, also beispielsweise auch der deutsche Klassiker zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund.

Champions League: Acht Gegner aus vier Töpfen

Im aktuellen Modus bekommt es jeder Klub mit acht unterschiedlichen Gegnern zu tun, jeweils zwei aus jedem der vier Lostöpfe, die anhand der UEFA-Koeffizienten – also die Ergebnisse der Teams auf europäischer Bühne in den vergangenen fünf Jahren – zusammengestellt werden. Maximal zwei der Gegner können aus ein- und demselben Verband zugelost werden, aber nicht aus dem eigenen Verband.

Da aber gleich drei der sechs englischen Vereine in der laufenden Spielzeit in Lostopf 1 mit den stärksten Mannschaften gelandet waren, konnten diese nicht auf die Premier-League-Teams in den Töpfen 2, 3 und 4 treffen.

So bekam es der FC Barcelona aus Topf 1 beispielsweise mit Newcastle United aus Topf 4 zu tun, während der FC Chelsea aus Topf 1 gegen Paphos aus Topf 4 ran durfte – was zumindest auf dem Papier durchaus einen Unterschied macht.

Neben Barcelona mussten aus Topf 1 auch Bayern München, Borussia Dortmund, Inter Mailand, Paris Saint-Germain und Real Madrid jeweils zwei Spiele gegen Teams aus der Premier League bestreiten – sportlich reizvoll, aber eben nicht unbedingt fair.

Auch in der kommenden Spielzeit werden nach jetzigem Stand wieder mindestens fünf englische Teams in der Ligaphase vertreten sein, sechs sind ebenfalls wieder möglich, womit das Problem erneut aufkeimen dürfte.

Dass es nun bereits in den Playoffs der K.o.-Phase wie bei Paris gegen Monaco zu Duellen zwischen Teams aus demselben Verband kommen kann (früher erst ab dem Viertelfinale), ruft jedoch ebenfalls Kritik hervor, weshalb es angesichts der vielen unterschiedlichen Ansichten eher unwahrscheinlich ist, dass es in naher Zukunft zu Änderungen kommen wird.

Im Achtelfinale verabschiedeten sich mit Tottenham Hotspur, Newcastle United, dem FC Chelsea und Manchester City übrigens vier englische Teams. Nur der FC Liverpool und der FC Arsenal kamen weiter.