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Champions League: Ein unrühmlicher Moment wiederholt sich 13 Jahre später

Balljunge löst Rudelbildung aus

Paris zerpflückt Chelsea in einer wilden Schlussphase. Ein Balljunge löst dabei kurzzeitig Chaos aus. Erinnerungen werden wach.
Ein Pariser Balljunge löste eine Rudelbildung aus
Ein Pariser Balljunge löste eine Rudelbildung aus
© IMAGO/Shutterstock
Paris zerpflückt Chelsea in einer wilden Schlussphase. Ein Balljunge löst dabei kurzzeitig Chaos aus. Erinnerungen werden wach.

Beim Champions-League-Kracher zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Chelsea ist es zu wilden Szenen gekommen.

Pedro Neto verlor in der zweiten Minute der Nachspielzeit die Geduld und schubste einen Balljungen in die Bande. Damit löste er im Achtelfinal-Hinspiel kurz vor Schluss eine riesige Rudelbildung aus.

Rund 20 Spieler waren kurzzeitig involviert und bildeten ein schwarz-weißes Knäuel. In England fühlte man sich an einen legendären Moment um einen ehemaligen Chelsea-Spieler erinnert: „Neto macht einen ‚Eden Hazard‘“, titelte der Daily Star. Auch die Sun erinnerte an den unrühmlichen Moment: „Chelsea-Star Pedro Neto löst Tumulte aus, als er 13 Jahre nach Eden Hazards berüchtigtem Zusammenstoß in Swansea einen Balljungen von PSG schubst.“

Schubser gegen Balljungen hat keine Konsequenzen

Der Junge, mit einer Basecap rund 20 Meter neben der Bank von Paris positioniert, hatte bei einem Einwurf zuvor den Ball nicht herausgerückt. Nachdem Pedro Neto ihn in die Bande gestoßen hatte, blieb er zunächst auf dem Rasen liegen, während sich Spieler beider Mannschaften körperlich angingen.

Kurios: Referee Alejandro José Hernandez Hernandez zeigte nach der wilden Szene keine Karte. Nicht einmal Neto als Auslöser bekam Gelb. Beide Mannschaften beruhigten sich danach auch wieder schnell - und der Balljunge stand bald wieder auf.

Und: Neto entschuldigte sich später auch bei ihm und schenkte dem Balljungen sein Trikot.

Neto entschuldigt sich mit netter Geste

„Ich möchte mich bei dem Balljungen entschuldigen; ich habe bereits mit ihm gesprochen“, erklärte Neto nach der Partie: „In der Hitze des Gefechts wollte ich den Ball aufheben, und er hielt ihn fest; ich habe ihn ein wenig geschubst.“

Er habe gesehen, dass er ihn „verletzt habe so bin ich eigentlich nicht.“

Khvicha Kvaratskhelia setzte wenig später den Schlusspunkt für das zuletzt leicht kriselnde Paris zum 5:2-Endstand (90.+4). Der Georgier hatte zuvor bereits getroffen (86.). Auch Bradley Barcola (10.), Ousmane Dembélé (40.) und Vitinha (74.) trafen für den Titelverteidiger.

Chelsea hatte durch Marlo Gusto (28.) und Enzo Fernandez (57.) zwischenzeitlich auf 2:2 gestellt. Doch in der Schlussphase lief bei den Blues nichts mehr und so staute sich bei Neto der Frust an.