Patrice Evra traut dem FC Barcelona nicht zu, das 0:2 aus dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League auswärts bei Atlético Madrid noch zu drehen und in die nächste Runde einzuziehen.
"Barca-Fans, ihr seid nicht mehr die Könige!"
Legende ätzt gegen Barca
„Hört mal, die Fans von Barcelona müssen aufwachen und die Realität erkennen“, wird der Ex-Profi von unter anderem Manchester United und Juventus Turin von der spanischen Zeitung Sport zitiert.
Legende poltert: „Nicht mehr das Barcelona von 2015“
Der Franzose fügte hinzu: „Ich sehe überall diese Bilder mit der Aufschrift ‚Remontada‘. Es ist Zeit, bescheiden zu sein und sie zu entfernen.“ Damit verwies Evra auf Barcas sensationelle Aufholjagd aus dem Jahr 2017, als man im Champions-League-Achtelfinale zunächst bei Paris Saint-Germain mit 0:4 verlor, aber das Rückspiel mit 6:1 gewann und letztlich noch weiterkam.
Ein solches Comeback hält der 44-Jährige am Dienstagabend (ab 21 Uhr im LIVETICKER) nicht für möglich. „Das ist nicht mehr das Barcelona von 2015. Diese Mannschaft gibt es nicht mehr. Wir haben gesehen, wie sie auf der großen Bühne immer wieder zusammengebrochen sind. Ehrlich gesagt sind sie nicht in der Lage, das noch einmal zu schaffen“, betonte der frühere Weltklasse-Linksverteidiger.
„Ich vertraue voll und ganz Diego Simeone“
Er hält es für wahrscheinlicher, dass ein Barca-Spieler wie im Hinspiel die Rote Karte sieht, als dass die Mannschaft von Trainer Hansi Flick ins Halbfinale einzieht. „Ich vertraue voll und ganz auf Diego Simeone (Trainer von Atlético, Anm. d. Red.) und seinen Männern. Sie sind Kämpfer, gut vorbereitet und bereit, dem Einhalt zu gebieten“, meinte Evra.
Er wies zudem darauf hin, dass die Blaugrana in der Vergangenheit ihren Gegnern häufig überlegen war, dies heute jedoch nicht mehr der Fall sei. Deshalb gehe der Verein nicht als Favorit ins Rückspiel in Madrid.
Abschließend richtete Evra noch einen Appell an die Anhänger der Katalanen: „Barca-Fans, bleibt ruhig und still, denn Europa ist eine andere Geschichte und ihr seid nicht mehr die Könige. Ich liebe diesen Sport, aber die Wahrheit liebe ich noch mehr.“