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FC Bayern: Experten toben nach PSG-Elfmeter - "Schlimmste im Fußball"

VAR-Elfer lässt Experten zürnen

Kurz vor der Halbzeit bekommt PSG nach einem Handspiel von Alphonso Davies einen Elfmeter zugesprochen. Die Prime-Experten um Christoph Kramer sind fassungslos.
Die Fantalk-Runde ist sich bei der Elfmeterentscheidung gegen den FC Bayern unschlüssig. Insbesondere Peter Neururer argumentiert fleißig gegen den Pfiff.
Kurz vor der Halbzeit bekommt PSG nach einem Handspiel von Alphonso Davies einen Elfmeter zugesprochen. Die Prime-Experten um Christoph Kramer sind fassungslos.

Bitterer Moment für den FC Bayern kurz vor der Pause: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte beim spektakulären 4:5 (2:3) der Münchner im Halbfinal-Hinspiel der Champions League verwandelte Ousmane Dembélé einen Elfmeter für Paris Saint-Germain zum 3:2.

Aus Bayern-Sicht besonders unglücklich: Alphonso Davies hatte eine Dembélé-Flanke aus kurzer Distanz zunächst an die Hüfte und von da aus an die Hand bekommen. Schiedsrichter Sandro Schärer ließ zunächst weiterspielen, entschied dann aber nach Kontakt zum VAR und Ansicht der Videobilder auf Strafstoß für PSG.

Die Experten von Prime Video waren mit dieser Entscheidung jedoch alles andere als einverstanden. SPORT1 hat die Analyse von Christoph Kramer, Mats Hummels und Tabea Kemme im Wortlaut.

FC Bayern: Kramer tobt nach VAR-Elfmeter

Kramer: „Das ist wieder die Super-Slow-Mo! Das ist wieder die Super-Slow-Mo, weil der so wegflattert. In der Normalen ist es das nicht. Es ist wieder das Schlimmste im Fußball, das sind die Super-Slow-Mos. Da sieht alles so viel schlimmer aus. Und da flattert die Hand so acht Sekunden weg.“

Hummels: „Genau. Weißt du, was das Ding ist? Nach dem Treffer fliegt die Hand dann immer so weg. Dadurch sieht sie weiter weggestreckt aus.“

Kramer: „Ja genau. Aber halt Super-Slow-Mo. Die flattert da so 15 Sekunden weg.“

Kemme: „Auf der anderen Seite, der Ursprung, er hat natürlich die Hand schon hinterm Rücken. Dann ist die Hand ein bisschen vergrößert.“

Hummels äußert Unverständnis

Hummels: „Er holt sie dann raus (die Hand). Aber er wird ja vom Oberschenkel abgefälscht (der Ball). Ich dachte immer, dass es dann keinen Elfmeter geben soll, sozusagen.“

Kramer: „Gegen die Super-Slow-Mo. Ich sag’s euch, Leute. Gegen die Super-Slow-Mo! Wie die wegschlackert. Das sieht so aus, als würde die … – Wenn das keine Super-Slow-Mo ist, dann macht der einfach so (wischt kurz mit der Hand).“

Hummels: „Tabea hat schon auch recht. Er hat die Hand hinterm Rücken, lass sie da.“

Kramer: „Ist für mich kein Elfmeter!“

Schiri-Experte verteidigt Entscheidung

Schiedsrichterexperte Lutz Wagner hatte zunächst erklärt, dass er die Entscheidung des Unparteiischen nachvollziehen könne.

„Mit den Bildern von der gegenüberliegenden Seite sieht man, dass der Arm zuerst nicht in der Flugbahn des Balles ist. Er ist sogar hinter dem Rücken verschränkt. Dann geht der linke Arm raus und vergrößert damit die Abwehrfläche“, erläuterte Wagner. Die vorherige Hüftberührung habe „keine Rolle gespielt“.

Für Davies stellte der verschuldete Elfmeter seine letzte Aktion der Partie dar. Zur zweiten Hälfte blieb der Kanadier draußen, für ihn kam Konrad Laimer ins Spiel.

Danach kam es für den FC Bayern knüppeldick: Erst erzielte Khvicha Kvaratskhelia das 4:2 für PSG (56.), dann traf Dembélé zum 5:2 (58.). Die Bayern meldeten sich aber durch Treffer von Dayot Upamecano (65.) und Luis Díaz (68.) wieder zurück.