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FC Bayern: "Peinlich" - Effenberg geht Schiri hart an

Bayern-Schiri? „Peinlich“

Real Madrid schießt sich auf Referee Slavko Vincic ein. Auch Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg lässt kein gutes Haar an dem 46-Jährigen.
Real Madrid verlor die Partie gegen Bayern mit 3:4 in Unterzahl. Nach der Partie beschwerte sich Trainer Álvaro Arbeloa über die Gelb-Rote Karte für Eduardo Camavinga.
Real Madrid schießt sich auf Referee Slavko Vincic ein. Auch Ex-Bayern-Star Stefan Effenberg lässt kein gutes Haar an dem 46-Jährigen.

Nach dem spektakulären 4:3-Sieg des FC Bayern gegen Real Madrid war der Schuldige für das Aus der Königlichen in Spanien schnell gefunden: Schiedsrichter Slavko Vincic, der Mittelfeldspieler Eduardo Camavinga in der Schlussphase mit Gelb-Rot vom Platz gestellt hatte.

Bayern-Legende Stefan Effenberg kann die Wut der Madrilenen verstehen – und übt scharfe Kritik am Referee.

„Die Spanier regen sich zu Recht über die Gelb-Rote Karte gegen ihren Spieler Eduardo Camavinga auf – und besonders über Vincic, dem offenbar erst nach der kleinlichen Verwarnung wegen Spielverzögerung aufgefallen war, dass er dem Mittelfeldspieler bereits einmal Gelb gezeigt hatte und ihn deshalb vom Platz stellen musste“, schrieb Effenberg in seiner Kolumne für t-online.

Bayern-Schiri: „Darf nicht passieren“

Das sei „peinlich und darf einem Schiedsrichter auf diesem Niveau, in so einem wichtigen Spiel und dazu auch noch in dieser Phase kurz vor Schluss nicht passieren. Da erwarte ich mehr Fingerspitzengefühl und ein Bewusstsein für die Tragweite seiner Entscheidung.“

Camavinga hatte Harry Kane in der gegnerischen Hälfte zu Fall gebracht. Nach einem Pfiff von Vincic nahm der Franzose den Ball in die Hand und verhinderte somit eine schnelle Spielfortsetzung der Gastgeber. Die Bayern-Stars um Joshua Kimmich und Kane reklamierten dies beim Unparteiischen, der Camavinga schließlich die Gelbe Karte zeigte.

Vincic wandte sich vom Real-Star ab – und bemerkte dem Anschein nach erst wenige Augenblicke später, dass er ihn bereits acht Minuten zuvor nach einem taktischen Foulspiel mit Gelb verwarnt hatte. Es folgte der Platzverweis.

Real-Cheftrainer Álvaro Arbeloa tobte nach Spielende. Auch Experten wie Ex-Schiedsrichter Alfonso Pérez Burrull oder Eduardo Iturralde Gonzalez schossen sich auf den Schiedsrichter ein.

Verwarnt wurde neben Camavinga unter anderem auch Bayern-Trainer Vincent Kompany, der sich in der ersten Hälfte über ein nicht geahndetes Foul von Antonio Rüdiger an Josip Stanisic beschwert hatte. Der Belgier fehlt nun im ersten Halbfinal-Spiel bei Paris gesperrt.

Effenberg: Kompany-Ausfall vergleichbar mit Kane

„Das ist eine erhebliche Schwächung für den deutschen Rekordmeister. Er wird seiner Mannschaft in zwei Wochen in Paris schmerzlich fehlen“, sagte Effenberg.

Der SPORT1-Experte führt aus, warum er die Sperre als so folgenschwer einschätzt: „Kompany strahlt am Spielfeldrand stets auch in kritischen Phasen eine so große Ruhe aus, redet seinen Spielern zu, hat eine unglaubliche Aura. Ich würde das bei kaum einem anderen Trainer sagen, aber: Sein Ausfall tut den Bayern fast genauso weh, wie wenn Harry Kane oder ein anderer Leistungsträger fehlen würde.“