Nach der vorzeitigen Meisterschaft richtet sich der Blick des FC Bayern schnell auf die kommenden Aufgaben – vor allem die im DFB-Pokal und der Champions League. Vor den Halbfinal-Duellen gegen Paris Saint-Germain droht den Münchnern aber weiterhin ein Teilausschluss der Fans im Rückspiel am 6. Mai.
FC Bayern reagiert auf Fan-Eklat: "Keine Bösartigkeit dabei"
FCB über Fans: „Keine Bösartigkeit“
Die UEFA hat ein Disziplinarverfahren gegen den deutschen Rekordmeister eingeleitet, nachdem beim 4:3 gegen Real Madrid einige Fans den Innenraum gestürmt hatten. Dabei wurden einige Journalisten verletzt.
FC Bayern: So erklärt Dreesen den Fan-Vorfall
„Wir sind nach wie vor in der Aufklärung dieses Zwischenfalls. Es gilt aufzuklären, wie viele Verletzte es tatsächlich waren“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jan-Christian Dreesen nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart (4:2) am Sonntag.
„Ich hatte nicht das Gefühl, dass das seitens der Fans in irgendeiner Form eine aggressive, bösartige Aktion war“, meinte der FCB-Boss und führte den Vorfall vor allem auf die Emotionen nach der späten Entscheidung der Partie zurück.
„Sie haben einfach auf dem Zaun gesessen. Das 3:3 ist gefallen, da waren alle total glücklich und mit dem 4:3 hat dieses Stadion gebebt. Das hat jeder gemerkt, der dort war“, schilderte Dreesen und führte aus: „Dann ist die Euphorie übergeschäumt. Sie sind vom Zaun herunter und dann sind unglücklicherweise einige Journalisten verletzt worden, da sind wir in der Aufarbeitung.“
Daran, dass die Fans jedoch auf einen Platzsturm verzichteten und im Innenraum hinter der LED-Bande zurückblieben, könne man erkennen, „dass keine Bösartigkeit dabei war“. Dennoch wollte Dreesen nicht herunterspielen, dass einige Menschen zu Schaden gekommen sind.
Drohende Strafe durch die UEFA: Das sagt Dreesen
Mit Blick auf eine mögliche Strafe durch die UEFA erklärte Dreesen zudem: „Wir hoffen natürlich sehr, dass alles bewertet wird, auch die Situation, in der es passiert ist. Ich meine, knapp 20 Sekunden später hat der Schiedsrichter dann das Spiel abgepfiffen.“
Neben den zu Schaden gekommenen Journalisten ärgerte sich Dreesen über eine insgesamt „schwierige Situation. Es war ein unglaubliches Spiel, wahrscheinlich ein Spiel für die Geschichte dieses Klubs und der Champions League. Dass das dann noch in dieser Art und Weise so einen Teilaspekt hat, ist schon sehr schade.“
Mögliche Lücken im Sicherheitskonzept wollte der 58-Jährige allerdings nicht einräumen, es seien sogar mehr Ordner vor Ort gewesen, als eigentlich notwendig. Allerdings müsse man beachten, „wenn so viele Menschen auf einmal über einen Zaun klettern, dann hält das kein Ordner dieser Welt auf.“