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Feingeist oder Speedster? Eine Frage ist vor PSG - Bayern offen

Diese Startelf-Frage ist bei PSG offen

Paris Saint-Germain ist mit Topstars gepickt. Die Startelf gegen den FC Bayern dürfte weitgehend stehen - doch eine spannende Frage ist noch offen.
Désiré Doué oder Bradley Barcola: Wer startet gegen den FC Bayern?
Désiré Doué oder Bradley Barcola: Wer startet gegen den FC Bayern?
© IMAGO/Le Pictorium
Paris Saint-Germain ist mit Topstars gepickt. Die Startelf gegen den FC Bayern dürfte weitgehend stehen - doch eine spannende Frage ist noch offen.

Paris Saint‑Germain steht vor dem dem bisher größten Prüfstein in der Champions League. Vor dem Halbfinal‑Hinspiel gegen den FC Bayern scheint die Startelf von Trainer Luis Enrique weitgehend festzustehen – auf einer Position aber ist die Frage noch offen.

Wer beginnt neben Ousmane Dembélé und Khvicha Kvaratskhelia im Angriff – Bradley Barcola oder Désiré Doué?

Wie RMC Sport berichtet, ist die Personalie weniger eine Frage der aktuellen Form als vielmehr des spielerischen Profils. Doué sammelte zuletzt Pluspunkte mit wichtigen Toren und Assists, Barcola wiederum überzeugt über die gesamte Saison hinweg mit starken Statistiken in der Königsklasse – vier direkte Torbeteiligungen in seinen letzten fünf Champions‑League‑Einsätzen sprechen für sich.

Bayern-Schwachstelle? Genau hier kommt Barcola ins Spiel

Luis Enrique steht also vor einem klassischen Abwägungsprozess: technischer Feingeist gegen Tempodribbler, Enge gegen Raum. Und natürlich spielt dabei auch der Blick auf die Münchner Defensive eine Rolle.

Der FC Bayern präsentiert sich unter Vincent Kompany zwar insgesamt stabil, offenbart jedoch regelmäßig Probleme im Umschaltverhalten, insbesondere gegen schnelle Außenspieler. Das zeigten nicht zuletzt die Spiele im Viertelfinale gegen Real Madrid.

Genau hier kommt Barcola ins Spiel. Der ehemalige Lyon‑Profi gilt als einer der schnellsten Flügelspieler im PSG-Kader, sucht konsequent den Raum hinter der Abwehr und fühlt sich im offenen Feld besonders wohl. RMC hebt explizit hervor, dass es „Lücken im Rücken von Bayerns vermutetem Rechtsverteidiger Josip Stanisic“ geben könnte – und dass Barcola diese Räume „liebt“.

Barcola würde im Fall der Fälle allerdings eher über die andere Seite kommen. Ob er dort auf Konrad Laimer, Alphonso Davies oder Stanisic trifft, ist unklar.

So oder so: Barcolas Geschwindigkeit (Top‑Speed jenseits der 35 km/h) und sein vertikales Spiel könnten für Bayern zur echten Belastungsprobe werden. Gerade wenn Kompanys Team – wie häufig – hoch presst und die Außenverteidiger weit nach vorne schiebt, entstehen jene Räume, in denen Barcola seine größte Stärke ausspielt.

PSG-Duell wird mit Spannung verfolgt

Auch international wird das Startelf-Duell mit dem vielleicht etwas weniger schnellen, aber nicht minder begabten Doué mit Spannung verfolgt: Der Evening Standard spricht von einem „Straight Shoot‑out“ zwischen Barcola und Doué und hebt hervor, dass Barcola bereits als Joker gegen Liverpool großen Einfluss nahm – in einem Spiel, das ebenfalls von Umschaltmomenten geprägt war.

Das spricht nicht zwingend gegen Doué, der übrigens vor nicht allzu langer Zeit auch bei den Bayern auf dem Zettel stand.

Der frühere Profi von Stade Rennes überzeugt im Positionsspiel, ist ballsicher, pressingresistent und besonders effektiv gegen tiefstehende Gegner. Nicht wenige Medien rechnen mit dem Dribbelkünstler in der Anfangsformation.