Während die Zukunft von Manuel Neuer über den Sommer hinaus weiterhin unklar ist, leistete sich der Bayern-Torhüter beim 4:3-Sieg im Champions-League-Viertelfinale gegen Real Madrid einen fatalen Fehler, der unmittelbar zum 0:1 führte. Sportvorstand Max Eberl stellte nach der Partie jedoch klar, dass dieser Aussetzer keinen Einfluss auf eine mögliche Vertragsverlängerung habe.
"Kein Angebot": Eberl-Klartext zu Neuer
„Kein Angebot“: Eberl-Klartext zu Neuer
„Natürlich ist es nicht das, was wir uns vorgestellt haben oder was sich Manuel vorgestellt hat. Aber in einem Spiel bist du der Hero und im anderen Spiel der ‚Depp‘“, erklärte der Verantwortliche bei DAZN mit Blick auf Neuers missratene Aktion in den Anfangssekunden. Eberl betonte weiter: „An einem Fehlpass eine Vertragsverlängerung festzumachen – das sind nicht wir.“
Der Vertrag von Neuer beim FC Bayern läuft im Juni 2026 aus. Auf Nachfrage, ob der 40-Jährige bereits eine Offerte zur Verlängerung vorliegen habe, antwortete Eberl klar: „Nein, er hat kein Angebot vorliegen.“
Eberl: „Wir sind mit Manu sehr, sehr klar“
Gleichzeitig zeigte der Sportvorstand Verständnis für die öffentliche Diskussion: „Ich verstehe, dass um uns herum diskutiert wird. Aber wir sind mit Manu sehr, sehr klar. Er hat uns gesagt, er möchte diese Spiele im April haben. Die hat er jetzt.“
Nun gehe es um entscheidende Faktoren, fuhr Eberl fort: „Die Fitness, die geistige Frische, die Lust auf ein weiteres Jahr – das muss er uns ein Stück weit signalisieren. Dann werden wir die Dinge übereinanderlegen und dann würde es wahrscheinlich auch eine Lösung geben. Es sei denn, die Forderungen sind utopischer Art und Weise.“ Letzteres halte er jedoch für unwahrscheinlich.
Noch im Hinspiel, beim 2:1-Erfolg in Madrid, hatte Neuer mit zahlreichen Paraden geglänzt und großes Lob geerntet. Damals hatte Eberl betont, dass der Routinier „keine großen Argumente mehr liefern“ müsse für eine Verlängerung beim Rekordmeister.