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Sammer sieht Wirtz als "Spiegelbild" des FC Liverpool

Wirtz als „Spiegelbild von Liverpool“

Florian Wirtz scheidet mit dem FC Liverpool aus der Champions League aus. Matthias Sammer sieht den Nationalspieler als Spiegelbild des gesamten Klubs.
Nach dem desaströsen 0:4 im FA Cup gegen Manchester City warf Virgil van Dijk seinem Team vor, das Spiel aufgegeben zu haben. Teamkollege Florian Wirtz stellte sich nun vor sein Team und auch vor seinen angezählten Trainer.
Florian Wirtz scheidet mit dem FC Liverpool aus der Champions League aus. Matthias Sammer sieht den Nationalspieler als Spiegelbild des gesamten Klubs.

Für Florian Wirtz und den FC Liverpool ist mit dem Viertelfinal-Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain auch die letzte Titelchance der aktuellen Saison geplatzt. Der Premier-League-Klub um den deutschen Nationalspieler schaffte es nicht, die erhoffte Wende herbeizuführen, und verlor auch das Rückspiel mit 0:2.

Nach der Partie blickte Matthias Sammer zwiegespalten auf den Auftritt von Wirtz. „Er hat mitgespielt. Er hatte gute Aktionen. Man hat seine Klasse gesehen“, meinte der ehemalige Nationalspieler bei Prime und ergänzte: „Vielleicht ist er insgesamt das Spiegelbild von Liverpool: Du siehst Können, aber du siehst im Moment nicht das ganz Besondere in dieser Mannschaft.“

Sammer erkennt bei Wirtz dennoch eine positive Entwicklung – vor allem im DFB-Dress. „In der Nationalmannschaft war es außergewöhnlich gut. Deswegen glaube ich, dass er grundsätzlich auf dem Weg ist für unsere Nationalmannschaft“, sagte der 58-Jährige.

Sammer: „Kein Ballon d’Or-Spiel von Wirtz“

Wirtz verzeichnete gegen PSG einen Torschuss und legte vier weitere Abschlüsse auf. Er habe kein schlechtes Spiel gemacht, „aber auch nicht das, wo man sagen könnte: Er ist der, der irgendwann den Ballon d’Or gewinnen könnte“, erläuterte Sammer.

Dazu sei Wirtz zwar „in der Lage“, fuhr Sammer fort, schränkte jedoch ein: „So gut hat er heute nicht gespielt.“

Der 22-Jährige zeigte sich nach dem Ausscheiden enttäuscht: „Es ist ärgerlich.“ Für den Gegner fand Wirtz anerkennende Worte: „Es ist einfach eine sehr gute Mannschaft und sehr schwer, gegen sie zu spielen, weil sie so viel pressen.“

Es tue ihm „sehr leid“ für die Fans des FC Liverpool. Trotzdem könne man sich nicht viel vorwerfen, „weil wir echt alles reingeworfen haben. Am Ende war es dann doch nicht genug.“

Wirtz schon jetzt „die viel bessere Persönlichkeit“

Wirtz war im Sommer 2025 von Bayer Leverkusen nach Liverpool gewechselt und blickt auf eine bislang wechselhafte erste Spielzeit auf der Insel zurück. Als Fünfter der Premier League haben die Reds immerhin die erneute Qualifikation für die Königsklasse im Visier, nachdem sie auch in den nationalen Pokalwettbewerben vorzeitig ausgeschieden waren.

Sammer sieht die Rückschläge mit Blick auf Wirtz aber nicht als problematisch an. „Er ist doch jetzt schon die viel bessere Persönlichkeit als vor seinem Wechsel“, bilanzierte der frühere Bundesliga-Profi bereits vor der Partie.

„Wenn du gar keine Schwierigkeiten auf deinem Weg zur Entwicklung erlebst, wie willst du das dann realisieren? Er wird noch ein viel, viel besserer Mensch und viel besserer Spieler, auch nach dem ersten halben Jahr, das er hier erlebt hat“, betonte Sammer.