Champions League>

Schiedsrichter für PSG - FC Bayern fix: Um ihn gab es schon Ärger

Schiri für PSG – Bayern fix

Der Schiedsrichter für das Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und PSG steht fest. Die Wahl fällt auf einen aufstrebenden Referee, der aber auch schon für Ärger gesorgt hat.
Der FC Bayern München trifft im Halbfinale der Champions League auf Paris Saint Germain. SPORT1-Experte Stefan Effenberg vergleicht die Kader und ordnet die Chancen vom FC Bayern ein.
Der Schiedsrichter für das Champions-League-Duell zwischen dem FC Bayern und PSG steht fest. Die Wahl fällt auf einen aufstrebenden Referee, der aber auch schon für Ärger gesorgt hat.

Die UEFA hat den Schiedsrichter für das Hinspiel des Champions-League-Halbfinals zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain festgelegt.

Der 37-jährige Sandro Schärer aus der Schweiz bekam den Zuschlag für das mit Spannung erwartete Duell. Er zählt zu den Aufsteigern seiner Zunft und pfeift seit 2015 im internationalen Fußball.

FC Bayern: Schlechtes Champions-League-Omen?

Bereits in der vergangenen Königsklassen-Saison leitete Schärer ein K.o.-Spiel des FC Bayern – was man aber eher als schlechtes Omen werten könnte: Schließlich pfiff Schärer das Hinspiel im Viertelfinale gegen Inter Mailand, das der FC Bayern mit 1:2 verlor. Nach einem 2:2 im Rückspiel schied der FC Bayern aus der Champions League aus.

Allerdings wurde Schärer bei der Heimniederlage des FCB gegen die Italiener eine tadellose Leistung nachgesagt. 2020 leitete er auch einen 2:0-Sieg der Münchner gegen Lokomotiv Moskau.

In der laufenden Saison war der Unparteiische erst dreimal in der Königsklasse im Einsatz. Unter anderem bei einer PSG-Partie, die die Franzosen mit 4:0 gegen Atalanta Bergamo gewannen. Insgesamt bringt es der Unparteiische auf 19 Einsätze in der Königsklasse, aber bei erst fünf davon handelte es sich K.o.-Spiele.

Der Schweizer Rebell

Schärer war früher selbst Fußballer. Er galt dabei als „Rebell“ auf dem Platz, wie der Tagesanzeiger über ihn schrieb: Er habe sich regelmäßig echauffiert, oft reklamiert „und glaubte, den Spielleiter belehren zu müssen“.

Schärer selbst sagte über sich: „Ich war ein Schwieriger, ganz schlimm.“ Dabei habe er aber immer das Gefühl gehabt, „ich könne und müsse dem Schiri helfen“. Sein Vater überzeugte Schärer schließlich, Schiedsrichter zu werden.

Ärger um den Unparteiischen gab es zuletzt in der Ligaphase der Champions League in der vergangenen Spielzeit, als sich die AC Milan nach einer 0:1-Niederlage gegen Bayer Leverkusen über ihn beschwerte. 

Der damalige Milan-Trainer Paulo Fonseca prangerte anschließend einen verwehrten Elfmeter in der Nachspielzeit an und sah sein Team insgesamt benachteiligt. „Während des Spiels hatte der Schiedsrichter keine Zweifel daran, Entscheidungen gegen uns zu treffen. Ich spreche nicht gerne über Schiedsrichter, aber auf dem Platz spüren wir, wenn das der Fall ist“, sagte Fonseca damals.

Vorteil Bayern? Schärer spricht Deutsch

Ein weiteres Mal gab es Unstimmigkeiten wegen der Sprache der Referees. Der aus Buttikon im Schweizer Kanton Schwyz stammende Schärer spricht fließend Deutsch. Dies bemängelte Lille-Präsident Olivier Létang, der Schärer nach der 1:2-Niederlage gegen den BVB im Achtelfinal-Rückspiel 2024/25 mit für die Pleite verantwortlich machte.

„Als es um die Bestimmung des Schiedsrichters ging, sah ich, dass er Deutsch-Schweizer ist. Das fand ich schon ziemlich speziell. In der Halbzeitpause hat er mit den Dortmunder Spielern ausschließlich auf Deutsch gesprochen“, sagte Létang damals.

Schärers bisherige Karriere-Höhepunkte als Schiedsrichter: Im vergangenen Sommer würdigte die UEFA seine konstant starken Leistungen, indem sie ihn für das Finale um den Supercup zwischen Real Madrid und Atalanta Bergamo sowie für das Finale der UEFA Nations League im Juni 2015 ansetzte. Zudem war Schärer bei der EM 2024 bei zwei Spielen im Einsatz.

Nun steht er vor einer der größten Aufgaben seiner Karriere, wenn am Dienstag die gesamte Fußballwelt auf den Pariser Prinzenpark (ab 21.00 Uhr im LIVETICKER) und Schärer an der Pfeife blickt.