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"Ich wurde zum Sündenbock gemacht": Real-Star lässt tief blicken

Real-Star „zum Sündenbock gemacht“

Im Rückspiel der Champions League fehlte Aurélien Tchouaméni Real Madrid gegen Bayern in vielen Momenten. So wichtig war der Franzose aber nicht immer. Jetzt spricht er über schwere Phasen und stellt sich deutlich hinter Vinícius Jr.
Manuel Neuer zeigte gegen Real Madrid abermals, dass er trotz seiner 40 Jahre nichts von seiner Qualität einbüßen musste. Reals Aurelien Tchouameni huldigt den ehemaligen Weltmeister für dessen Qualität.
Im Rückspiel der Champions League fehlte Aurélien Tchouaméni Real Madrid gegen Bayern in vielen Momenten. So wichtig war der Franzose aber nicht immer. Jetzt spricht er über schwere Phasen und stellt sich deutlich hinter Vinícius Jr.

Aurélien Tchouaméni ist bei Real Madrid in dieser Saison nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Das wurde ganz speziell deutlich, als der Sechser ausgerechnet im Rückspiel des Viertelfinales beim FC Bayern gesperrt fehlte.

Ohne den Strategen und einzigen wirklich defensivstarken Zerstörer klafften im Mittelfeld der Königlichen oft große Lücken. Bayern nutzte es und zog durch einen 4:3-Erfolg ins Halbfinale der Champions League ein.

Sportlich ist Tchouaméni mittlerweile eine feste Säule. Das war aber nicht immer so. Im „Pivot“-Podcast sprach er jetzt über seine schwere Anfangszeit bei den Königlichen, in der er von den Fans sogar immer wieder ausgepfiffen worden war.

„Ich wurde zum Sündenbock gemacht. In den ersten zehn bis 20 Minuten hat das Stadion bei jedem Ballkontakt gepfiffen“, erinnerte sich der Franzose: „So eine Situation kann einen entweder zerstören, oder du sagst dir: Das ist nun mal so. Das Einzige, was ich kontrollieren kann, ist meine Leistung.“

Tchouaméni: „Der Druck bei Real Madrid ist enorm“

Anschließend ließ Tchouaméni klar durchblicken, wie hart das Leben bei den Königlichen sein kann: „Der Druck bei Real Madrid ist enorm. Die Leute reden über alles, was man tut, egal ob gut oder schlecht.“

Die Anfangszeit sei für ihn deshalb eine mentale Reifeprüfung gewesen: „Alle redeten über mich, über meinen Spielstil. Vor ein, zwei Jahren galt ich als schlechter Spieler, wurde im Stadion ausgebuht. Ich hatte also das Gefühl, viel durchgemacht zu haben, und das hat mir mental definitiv geholfen.“

„Jetzt weiß ich, dass die Leute reden werden, egal was ich tue, also ignoriere ich es einfach. Für Real Madrid zu spielen ist die größte Bühne im Sport: Der Druck ist ein Privileg“, ergänzte Tchouaméni.

Rassismus gegen Vini? „Werden das Spielfeld verlassen“

Deutliche Worte fand der französische Nationalspieler auch mit Blick auf die Champions-League-Partie zwischen Benfica und Real, als Vinícius Jr. sich über rassistische Beleidigungen seines Gegenspielers Gianluca Prestianni beschwert hatte.

Der Argentinier soll Vini mehrere Male „Affe“ genannt haben, die Partie wurde daraufhin für rund zehn Minuten unterbrochen. Ein Vorfall, der in Zukunft nicht mehr vorkommen darf, findet der 26-Jährige.

„Sie haben ihn einen Affen genannt. Ich glaube, der nächste Schritt wird sein, mit dem Spielen aufzuhören. Wir werden solche Szenen nicht wieder zulassen und beim nächsten Mal werden wir das Spielfeld verlassen“, kündigte Tchouaméni an.