Nach dem Einzug von Paris Saint-Germain ins Champions-League-Finale ist es in der französischen Hauptstadt neben Jubelszenen auch zu Ausschreitungen gekommen.
Champions League: Ausschreitungen und Krawalle in Paris nach Finaleinzug
Ausschreitungen nach Finaleinzug
Wie der französische Innenminister Laurent Nunez am Donnerstagmorgen in einem Interview mit Europe 1 mitteilte, kam es in der Nacht zu insgesamt 127 Festnahmen in und um Paris. „Ich verurteile natürlich diese Ausschreitungen, die an den Abenden, an denen Paris Saint-Germain gewinnt, leider zur Gewohnheit werden“, sagte der Innenminister.
Nunez berichtete von elf verletzten Personen sowie von 23 leicht verletzten Polizisten. Auch einen Schwerverletzten, der mit Feuerwerkskörpern hantierte, gab es in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag.
Paris: Mülltonnen und Fahrzeuge brennen
Nach der Qualifikation für das Endspiel in der Champions League war es in Paris zu großen Jubelfeiern gekommen. Insbesondere in der Nähe der Champs-Élysées und des Parc des Princes, dem Heimstadion von PSG, versammelten sich Hunderte Feiernde. Es kam zu einigen Ausschreitungen mit dem Einsatz von Feuerwerkskörpern und Rauchbomben. Ordnungskräfte setzten Tränengas ein, um den Zugang zum Stadionbereich zu verhindern.
Einige Personen versuchten zudem, auf eine Auffahrt zur Ringautobahn zu gelangen, wurden jedoch schnell von der Polizei zurückgedrängt.
An anderen Orten in der Hauptstadt mussten die Feuerwehrleute wegen brennender Mülltonnen ausrücken, wie die französische Tageszeitung Le Parisien berichtet. Am Donnerstagmorgen meldete die Pariser Feuerwehr 67 brennende Mülltonnen im Bereich der Champs-Élysées und des Parc des Princes. Drei Fahrzeuge wurden ebenfalls in Brand gesetzt, wie die Pariser Feuerwehr mitteilte, eines auf der Place de la Concorde und zwei im Bereich des Parc des Princes.
Nunez lobte das schnelle Handeln der Polizei am Mittwochabend in Paris und versprach, dass es am Tag des Endspiels einen groß angelegten Einsatz geben werde, um erneute Krawalle zu verhindern: „Wir werden keine Ausschreitungen tolerieren.“