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Jetzt haben Kane und Olise beste Chancen | Kommentar

Gebt Kane oder Olise den Ballon d’Or!

Nach dem Finale in der Champions League ist die Saison endgültig vorbei. In der Partie zwischen PSG und Arsenal wurde ein Sieger ermittelt, doch es gibt auch eine weitere Erkenntnis. Der SPORT1-Kommentar.
Harry Kane richtet nach der überreichten Meisterschale den Blick auf das Pokal-Finale nächste Woche. Dann wird der Bayern-Star aber plötzlich unterbrochen.
Nach dem Finale in der Champions League ist die Saison endgültig vorbei. In der Partie zwischen PSG und Arsenal wurde ein Sieger ermittelt, doch es gibt auch eine weitere Erkenntnis. Der SPORT1-Kommentar.

Es ist seit vielen Jahren eine Binsenweisheit: Die besten Chancen, den Ballon d’Or zu gewinnen, hat man, wenn man die Champions League gewonnen hat. Dass der größte europäische Titel ein gutes Argument ist, ist unbestritten. Doch das Finale zwischen PSG und Arsenal am Samstagabend hat gezeigt, dass allein aufgrund eines Triumphs dort kein Preis vergeben werden darf.

Fakt ist: Bei beiden Teams tat sich kein echter Held hervor, der dem Spiel seinen Stempel aufgedrückt hätte. Auch war niemand zu sehen, der eine sehr gute Saisonleistung mit einer Gala in Budapest gekrönt hätte. Es war ein eher „normales“ Finale. Das an sich ist natürlich nicht schlimm, doch die Stimmberechtigten sollten eine Schlussfolgerung ziehen.

Kane und Olise – wer soll sonst Sieger sein?

Sie lautet: Auch Profis, die es mit ihren Teams nicht ins Endspiel geschafft haben, sind ernsthafte Kandidaten auf den goldenen Ball – allen voran Harry Kane und Michael Olise.

Die beiden Bayern-Stars haben eine konstante Saison auf sehr hohem Niveau gespielt und selbst neutrale Fans immer wieder begeistert.

Sicher, es steht noch die Weltmeisterschaft an, bei der sie ebenfalls abliefern müssen – doch nach aktuellem Stand kann man getrost sagen: Gebt einem von beiden den Ballon d’Or! Wer soll bitte sonst der Sieger sein?

Titel in der Champions League nicht mehr als ein Indiz

Die Ehrung, die Ende Oktober erstmals in London stattfindet, ist seit jeher Vorlage für viele Diskussionen. Jetzt hätten die stimmberechtigten Journalistinnen und Journalisten die Möglichkeit, den Blick zu weiten und damit dem Vorwurf der Kungelei zu begegnen.

Zu einem guten Teil auf die Spieler des Champions-League-Siegers zu schauen, ist berechtigt. Doch mehr als ein Indiz ist der Titel nicht.

Auch ohne ihn kann man den Ballon d’Or verdient haben. Bei Kane und Olise ist das der Fall.