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FC Bayern vs. PSG: Eine große Frage bleibt

Eine große Frage bleibt

Erlebt die Münchner Arena in der Partie zwischen dem FC Bayern und PSG ein weiteres Spektakel-Spiel? Beide Trainer halten nichts für unmöglich, doch es wird vermutlich Anpassungen geben.
Auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen PSG kontert Bayern-Trainer Vincent Kompany eine Kane-Kritik eines Reporters vehement.
Erlebt die Münchner Arena in der Partie zwischen dem FC Bayern und PSG ein weiteres Spektakel-Spiel? Beide Trainer halten nichts für unmöglich, doch es wird vermutlich Anpassungen geben.

Vor einem Halbfinal-Rückspiel in der Champions League (ab 21 Uhr im LIVETICKER) wird eher selten allzu ausgiebig über die Spielstile der beiden Mannschaften diskutiert. Vielmehr geht es um das Ergebnis und die Frage, wer weiterkommt.

Beim Kracher zwischen dem FC Bayern und Paris Saint-Germain ist das anders. In den Tagen vor dem Spiel rätselt ganz Fußball-Europa, ob beide Mannschaften wieder ein solches Spektakel abliefern werden wie im epochalen Hinspiel in der vergangenen Woche.

Champions League: Wird FC Bayern vs. PSG wieder ein Spektakel?

Die Anzeichen verdichten sich: Es wird wieder eine wilde Partie. Denn beide Trainer haben bereits verkündet, dass sie nicht ein Zoll breit von ihrer bisherigen Linie abweichen werden. Die Offensive gilt weiter als Prunkstück, die Defensive wird Kollateralschäden erleiden – so könnte man es kurz und bündig ausdrücken.

„Das Gefühl ist, dass die Jungs gestärkt werden müssen in dem, was sie die ganze Saison schon gut gemacht haben, und in den Details vielleicht auch das bekommen müssen, was in diesen Spielen entscheidend sein kann“, sagte Bayerns Trainer Vincent Kompany am Dienstag. Die Botschaft: Alles läuft so weiter – nur muss es ein wenig besser werden.

FC Bayern: Es wird Anpassungen geben

Sportvorstand Max Eberl hatte bereits direkt nach dem Hinspiel die rhetorische Frage gestellt: „Warum sind wir hier?“ Die Antwort war klar: Weil die Münchner über die gesamte Saison begeisternden Offensivfußball boten.

Fast wortgleich drückte es Abwehrchef Jonathan Tah am Dienstag auf SPORT1-Nachfrage aus, ergänzte aber später, dass es auch Anpassungen geben werde: „Also da gibt es wirklich ein paar kleine Schrauben, an denen wir drehen können, wo wir dann am Ende sogar für noch mehr Gefahr sorgen können und gleichzeitig weniger in diese gefährlichen Umschaltsituationen kommen.“

Klingt so, als habe sich Kompany vor allem über die zahlreichen gefährlichen Konter geärgert, in die seine Schützlinge gelaufen waren. Auf der anderen Seite kann der Belgier darauf setzen, dass seine Mannschaft im Prinzenpark insgesamt fitter wirkte und sich einen psychologischen Vorteil verschaffte. Dass man aus einem 2:5 noch immerhin ein 4:5 machen konnte, spricht aktuell für den FC Bayern.

Wer verteidigt Kvaratskhelia?

Spannend wird es dann, wenn es darum geht, wen Kompany auf den Außenverteidigerpositionen ranlässt. Auf der Pressekonferenz bemühte er sich, sowohl Konrad Laimer als auch Alphonso Davies und Josip Stanisic auf eine Stufe zu stellen. Die Persönlichkeiten seien unterschiedlich, aber alle drei haben ihre Stärken, so der Trainer.

Bei Stanisic lobte er die saubere Ballbehandlung und den Speed, bei Laimer dessen Aggressivität und bei Davies die Schnelligkeit und klugen Hereingaben. Im Sommer werden die Karten aber neu gemischt.

Egal ist es trotzdem nicht, wer gegen PSG auf den Platz kommt. Zur Wahrheit gehört, dass „Stani“ im Hinspiel extreme Probleme mit Khvicha Kvaratskhelia hatte. Laimer dagegen hatte den Georgier im Spiel in der Ligaphase gut im Griff.

Der Österreicher absolvierte am Samstag gegen Heidenheim aber 90 Minuten – das könnte ein Zeichen sein, dass doch eher Stanisic gegen Paris auflaufen darf. Aktuell sieht es danach aus, als würde sich vor allem auf den Außenverteidigerpositionen entscheiden, ob die Bayern ins Finale dürfen oder nicht.