Das Aus des FC Bayern im Halbfinale der Champions League gegen Titelverteidiger Paris St. Germain wirkt auch noch einige Tage später nach. Dietmar Hamann ist mit seinem Ex-Klub hart ins Gericht gegangen.
TV-Experte Dietmar Hamann geht mit den Bayern hart ins Gericht
Hamann kritisiert auch Kompany
„Die Bayern haben in den vier Spielen vorher 14 Gegentore kassiert. Dann ist die Frage, ob ich versuchen muss, in den ersten 20 Minuten das Spiel für mich zu entscheiden. Es war eine Riesen-Euphorie, die Stadt war elektrisiert“, sagte der Sky-Experte: „Das hat nach drei Minuten komplett den Wind aus den Segeln genommen. Das Tor hat einen Riesenunterschied gemacht.“
Hamann: „Die Pariser waren über zwei Spiele besser“
Nach einer 4:5-Niederlage in Paris reichte das 1:1 im Rückspiel nicht für den Finaleinzug. Dabei gerieten die Bayern bereits früh in Rückstand, ehe das Tor von Harry Kane in der Nachspielzeit zu spät kam.
Daher kritisierte Hamann auch Bayern-Trainer Vincent Kompany für dessen Herangehensweise: „Und das ist eine Frage, die man dem Trainer stellen muss: Ob das permanente Angreifen in der gegnerischen Hälfte letztlich zum Champions-League-Sieg führen kann. Ich finde, dass die Pariser über zwei Spiele besser waren.“
Hamann ist sich sicher: „Wenn die am Mittwoch 2:0 oder 3:0 gewinnen, kann sich auch keiner beschweren. Sie waren nicht nur einen Ticken besser, sondern in beiden Spielen besser.“
Für die Münchner hatte Hamann noch einen Ratschlag übrig: „Da müssen sie schauen, dass sie sich als Mannschaft weiterbringen und den ein oder anderen Spieler dazuholen.“