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Jede Menge Ärger: Triple-Traum des FC Bayern geplatzt

Bayerns Triple-Traum platzt dramatisch

Der FC Bayern scheidet in der Champions League auf dramatische Art und Weise aus. Die Münchner hadern dabei nahezu über die gesamte Spieldauer mit dem Schiedsrichter, während PSG sich ins Ziel rettet.
Paris Saint-Germain geht nach etwas mehr als zwei Minuten mit 1:0 in Führung. Mario Basler fehlt für das Verhalten der Bayern-Stars jegliches Verständnis.
Der FC Bayern scheidet in der Champions League auf dramatische Art und Weise aus. Die Münchner hadern dabei nahezu über die gesamte Spieldauer mit dem Schiedsrichter, während PSG sich ins Ziel rettet.

Der Triple-Traum ist geplatzt! Der FC Bayern musste sich im Champions-League-Halbfinale Titelverteidiger Paris Saint-Germain mit 5:6 nach Hin- und Rückspiel geschlagen geben.

Die Mannschaft von Vincent Kompany erkämpfte sich am Mittwochabend im Rückspiel im eigenen Stadion ein 1:1 (0:1). Das Hinspiel hatte allerdings PSG auf spektakuläre Art und Weise mit 5:4 (3:2) gewonnen.

Blitzstart: Dembélé schockt den FC Bayern

Die Gäste erwischten den perfekten Start und gingen durch Ousmane Dembélé in Führung (3.). Khvicha Kvaratskhelia hatte mustergültig für den Franzosen aufgelegt, der den Ball unter die Latte knallte. Es war das drittschnellste Königsklassen-Gegentor der Bayern (140 Sekunden).

Harry Kane sorgte tief in der Nachspielzeit nach Vorlage des eingewechselten Alphonso Davies nochmal für Spannung (90.+4) – konnte das Aus aber auch nicht mehr abwenden.

„Unser Tor kam leider ein bisschen zu spät. Wir konnten uns dann keine Tormöglichkeit oder Standardsituation mehr herausspielen. Das ist dann zu spät. Dieser Schlüsselmoment im Spiel hat einfach gefehlt. Das Stadion war dagewesen. Wir waren auch dagewesen. Aber vorne in der Box von PSG war es dann nicht klar genug“, sagte Manuel Neuer nach Abpfiff nach DAZN.

In der ersten Halbzeit sorgten gleich zwei Schiedsrichter-Entscheidungen für große Aufregung bei den Münchnern. Der bereits mit Gelb verwarnte Nuno Mendes war bei einem Dribbling von Konrad Laimer mit dem Arm am Ball – doch statt Freistoß und Gelb-Rot gegen den PSG-Verteidiger ahndete der portugiesische Unparteiische Joao Pinheiro ein vermeintliches vorheriges Handspiel von Laimer (29.).

Champions League: Khedira sieht Bayern „krass benachteiligt“

DAZN-Experte Sami Khedira sprach von einer „klaren Fehlentscheidung“ und meinte: „Da wurden die Bayern krass benachteiligt. Das ist für mich eine ganz klare Gelb-Rote Karte.“

Kurz darauf protestierten die Bayern erneut und forderten Elfmeter. Verteidiger Joao Neves hatte den Ball nach einem Befreiungsschlag seines Kollegen Vitinha im eigenen Strafraum aus Münchner Sicht regelwidrig abgelenkt (31.). Nach kurzem Kontakt mit dem Videoschiedsrichter ließ Pinheiro aber weiterspielen.

Trotz großer Aufregung bei den Bayern war diese Entscheidung allerdings regeltechnisch korrekt. Laut dem International Football Association Board (IFAB) gilt: Wird ein Spieler bei einem Schuss oder Kopfball eines Mitspielers an der Hand oder am Arm vom Ball getroffen, liegt kein Handspiel vor.

Es sei denn, der Ball landet direkt im gegnerischen Tor oder der Spieler erzielt unmittelbar danach ein Tor – in diesem Fall erhält die gegnerische Mannschaft einen direkten Freistoß.

Bayern hadert mit dem Schiedsrichter

Auch in der zweiten Hälfte haderten die Bayern immer wieder mit den Entscheidungen von Pinheiro. So ging beispielsweise Kane in aussichtsreicher Position zu Boden (85.), der Portugiese entschied allerdings auf Freistoß für PSG. In der 88. Minute forderten die Bayern nochmals einen Handelfmeter, aber auch dieser Pfiff blieb aus.

Abseits des Schiedsrichter-Ärgers stemmten sich die Bayern mit aller Kraft gegen das Aus, fanden aber kaum Lösungen gegen die gut geordnete Defensive der Gäste aus Paris. Der Treffer von Kane kurz vor Schluss reichte nicht.

CL-Finale: PSG fordert den FC Arsenal

Und so muss Kompanys Star-Ensemble den Traum vom Triple begraben. Immerhin das Double ist noch möglich. Während die Meisterschaft bereits gesichert ist, geht es am 23. Mai im DFB-Pokalfinale in Berlin gegen den VfB Stuttgart.

„Wir haben ja trotzdem ein Finale. Wir freuen uns auf das Pokalfinale in Berlin. Da denken wir natürlich jetzt nicht dran, jetzt überwiegt natürlich die Enttäuschung“, meinte Neuer. Denn, der nächste Champions-League-Titel nach 2020 bleibt aus.

Das Endspiel im prestigeträchtigen Wettbewerb findet am 30. Mai in Budapest (Ungarn) statt. PSG trifft dort auf den FC Arsenal. Die Gunners hatten sich im Halbfinale gegen Atlético Madrid durchgesetzt.