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Denkt der FC Bayern jetzt doch um?

Denkt Bayern jetzt doch um?

Während PSG am Mittwochabend von der Bank nachlegen konnte, waren Bayern-Trainer Vincent Kompany fast die Hände gebunden. Kommt jetzt also eine Diskussion in Fahrt, die eigentlich verboten ist?
Joshua Kimmich sieht die aktuelle Bayern-Saison besser als die Triple-Spielzeit 2020. SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger unterstützt im Podcast "Die Bayern-Woche" die These des Bayern-Stars.
Während PSG am Mittwochabend von der Bank nachlegen konnte, waren Bayern-Trainer Vincent Kompany fast die Hände gebunden. Kommt jetzt also eine Diskussion in Fahrt, die eigentlich verboten ist?

Als der FC Bayern im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals gegen Paris Saint-Germain (1:1) nochmal alles versuchte, um das Spiel zu drehen, wechselte Trainer Vincent Kompany gleich mehrmals. Während Alphonso Davies tatsächlich für eine gewisse Belebung sorgte, blieb der große Effekt durch Minjae Kim, Lennart Karl und Nicolas Jackson allerdings aus.

Da PSG unter anderem mit Bayerns einstigem Wunschspieler Bradley Barcola nachlegen konnte, stellt sich aktuell eine Frage, die an der Säbener Straße bislang eigentlich verboten war. Sie lautet: Ist der Münchner Kader vielleicht doch zu klein?

Fakt ist: Über die ganze Saison hinweg konnte Kompany jeden Ausfall kompensieren, der Qualitätsverlust fiel gering aus. Sowohl in der Königsklasse als auch in der Bundesliga dominierte sein Team die Gegner.

Fakt ist aber auch: Gegen Paris gelang das nicht. Zum einen stand die Qualität von PSG auf dem Platz einer Aufholjagd im Weg, zum anderen hatten die Gäste noch hochkarätige frische Spieler parat.

FC Bayern: Kaum frischer Wind von der Bank

„Paris hatte irgendwann die Möglichkeit, Barcola von der Bank zu bringen. Und bei Bayern war es Lennart Karl. Dem mache ich keinen Vorwurf, der Mann ist schließlich 18 Jahre alt und war zuvor verletzt“, sagt SPORT1-Chefreporter Stefan Kumberger in der aktuellen Folge des Podcasts „Die Bayern-Woche“. Der Insider erklärt außerdem: „Wenn man dann angesichts der Tatsache, dass man bis auf Serge Gnabry einen vollen Kader hatte, niemanden bringen kann, der einem Spiel zu 100 Prozent einen neuen Spin geben kann, sagt das etwas aus.“

Eine Lesart, die viele Ex-Profis teilen, die bei Max Eberl aber nicht gut ankommt. Die ganze Saison über hatte er sich erfolgreich gegen den Vorwurf eines zu kleinen Kaders gewehrt, schließlich gab ihm der Erfolg Recht. Und auch nach dem Spiel gegen Paris blieb er dabei. „Nein, wir wissen, was wir tun wollen“, sagte der Sportvorstand, als er von SPORT1 gefragt wurde, ob man an der Kaderplanung für die kommende Saison etwas ändern wolle. Das klingt so, als würde man auch im Sommer das Risiko eines schlanken Kaders eingehen.

Wird der Bayern-Kader wieder breiter?

Kumberger differenziert hier und hält die Marschroute der Bayern nicht für gänzlich falsch. „Es war auf der Bank keiner, bei dem man sagt: So, jetzt kommt der ‚Gamechanger‘. Da muss man dann natürlich schon über die Kadergröße sprechen. Der Kader reicht aus, eine sehr gute Saison wie die aktuelle zu spielen. Aber für solche Spiele wie gegen Paris ist die Bank dann zu dünn.“

Die kommende Transferperiode im Sommer dürfte derweil auch bei der anstehenden Sitzung des Aufsichtsrats am Montag Thema sein. Vielleicht kommt die Führungsriege des Klubs dann ins Grübeln und doch noch zu dem Urteil, dass wieder in die Breite des Kaders investiert werden muss.

Die ganze Diskussion, sowie alles zu den anderen aktuellen Brennpunkt-Themen rund um den Rekordmeister hören Sie in der neuen Ausgabe des SPORT1-Podcasts „Die Bayern-Woche“ mit Moderatorin Madeleine Etti und Chefreporter Stefan Kumberger.

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