34 Jahre nach der letzten Teilnahme hat sich Viking Stavanger erstmals wieder für die Champions League qualifiziert. Der norwegische Meister setzte sich im Playoff-Rückspiel vor heimischem Publikum mit 3:1 (1:1) gegen Dinamo Zagreb durch. Das Hinspiel vor einer Woche war nach einer Zwei-Tore-Führung der Kroaten noch 2:2 ausgegangen.
Champions League: 34 Jahre Warten haben ein Ende
34 Jahre Warten haben ein Ende
Auch am Mittwochabend jubelten zunächst die Gäste: Arber Hoxha brachte Zagreb früh in Führung (10.). Zlatko Tripic glich per umstrittenem Handelfmeter aus, den der Schiedsrichter nach VAR-Check zugesprochen hatte (18.). Mit einem Doppelschlag kurz nach der Pause stellten Edvin Austbö (48.) und Tobias Moi (50.) die Weichen auf Sieg und Champions-League-Teilnahme.
Ekstase in Stavanger: „So etwas habe ich noch nie erlebt“
„Es ist absolut verrückt. Es war mental extrem anstrengend. Sowohl in Zagreb als auch hier. Wir hatten einen schweren Start, aber wir wussten, dass wir zurückkommen“, erklärte ein sichtlich bewegter Tripic nach dem Spiel beim norwegischen Sender TV2. „Die Atmosphäre hier im Stadion. So etwas habe ich noch nie erlebt. Es ist absolut verdient. Es ist großartig.“
„Das war überwältigend. Alles, wovon wir je geträumt haben. Das Publikum hier. Es ist wie ein komplettes Irrenhaus“, schilderte Viking-Trainer Morten Jensen.
Bei seiner bislang letzten Königsklassen-Teilnahme 1992/93, zugleich die erste Ausgabe unter der Bezeichnung Champions League, hatte Viking in der ersten Runde ein echtes Hammerlos erwischt: Gegen den FC Barcelona zogen die Norweger damals denkbar knapp den Kürzeren (0:1, 0:0).
Champions League: „Ein goldenes Zeitalter Norwegens“
Durch die Qualifikation Stavangers steht zugleich fest: Erstmals seit 27 Jahren sind wieder zwei norwegische Klubs in der Champions League vertreten. Neben Viking hat sich auch Bodö/Glimt für die Ligaphase qualifiziert.
Der Achtelfinalist der vergangenen Saison zog bereits am Dienstag durch ein 3:0 im Playoff-Rückspiel gegen den niederländischen Vertreter NEC Nijmegen in die Königsklasse ein.
„Es ist ein neues, goldenes Zeitalter Norwegens“, schrieb das norwegische Boulevardblatt VG. Und auch die Zeitung Aftenposten meinte: „Wir erleben ein wunderbares, goldenes Zeitalter Norwegens!“
Bei der Champions-League-Auslosung in Monaco am Donnerstag ist nun auch AEK Athen im Topf. Der Ex-Frankfurter Luka Jovic brachte sein Team mit einem frühen Führungstreffer (7.) auf Kurs, die Griechen setzten sich mit 4:0 (3:0/Hinspiel 0:0) gegen Levski Sofia durch.