Einen Tag nach dem Scheitern in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation von Roter Stern Belgrad gegen Hapoel Beer Sheva (0:3 nach Hin- und Rückspiel) ist der Trainer der Serben, Dejan Stanković, zurückgetreten. Das teilte der Hauptstadtklub am Mittwochnachmittag mit.
Champions League: Hässlicher Abgang nach verpasster Qualifikation hat Folgen
Hässlicher Abgang hat Folgen
Dem Schritt war ein denkwürdiger Dienstagabend in der Königsklassen-Quali vorausgegangen: Roter Stern verpasste die Playoffs, Trainer Stanković verlor während der Partie die Nerven, sah die Rote Karte und legte sich mit den eigenen Fans an.
Auslöser war eine strittige Szene kurz nach der Pause: Der 47-Jährige forderte nach einem Zweikampf von Neuzugang Mohammed Abu Fani vehement einen Strafstoß für sein Team. Schiedsrichter Glenn Nyberg ließ jedoch vorerst weiterspielen – und zeigte dem lautstark protestierenden Stanković in der 57. Minute die Ampelkarte.
Rot für Trainer – und dann auch noch Fan-Wut
Auf dem Weg in die Kabine reagierte der frühere Mittelfeldspieler von Inter Mailand auf die Pfiffe von den Rängen, drehte sich in Richtung der Zuschauer, gestikulierte provokant und forderte die Fans auf, noch lauter zu pfeifen.
Erst ein Staff-Mitglied schaffte es letztlich, den aufgebrachten Stanković zu beruhigen.
Doch in den Katakomben war immer noch nicht Schluss: Die eigentlich vorgesehene Pressekonferenz nach dem Spiel wurde kurzfristig abgesagt. Der 42-malige serbische Nationalspieler soll noch in der Nacht in der Kabine vor seinen Spielern den Rücktritt erklärt haben. Roter Stern bestätigte inzwischen die Trennung.
Folgt jetzt Ex-Frankfurter Riera?
Unter Stanković verbuchten die Rot-Weißen insgesamt 149 Siege, 26 Unentschieden und 20 Niederlagen – in insgesamt drei Amtszeiten. Erst seit Dezember 2025 hatte Stankovic wieder auf der Bank der Serben Platz genommen, nun folgte das hässliche Ende seiner dritten Periode.
Laut übereinstimmenden Medienberichten will der Klub bis Freitag einen Nachfolger auf der Trainerbank vorstellen. Zu den Kandidaten sollen der bei Frankfurt entlassene Albert Riera und Ex-City-Profi Aleksandar Kolarov zählen.